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Vorauszahlungsbetrug – So schützen Sie sich

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Beim sogenannten Vorauszahlungsbetrug („Advance Fee Fraud“) werden Anlegerinnen und Anleger dazu verleitet, eine Gebühr im Voraus zu zahlen, bevor sie angeblich eine Auszahlung, Gewinne, Aktien oder andere Vermögenswerte erhalten.

Diese Zahlungen werden oft als Bearbeitungsgebühr, Steuer, Provision oder Nebenkosten bezeichnet, die später „erstattet“ werden sollen. In Wirklichkeit dient die Vorauszahlung jedoch allein dazu, das Geld der Opfer zu erlangen – eine Rückzahlung erfolgt in der Regel nicht.


Wie Vorauszahlungsbetrug funktioniert

Betrügerinnen und Betrüger wenden sich häufig an:

  • Privatanleger, die bereits in verlustreiche oder wertlose Wertpapiere investiert haben, und versprechen, diese Papiere zu verkaufen oder zurückzunehmen – gegen eine Vorauszahlung, oder

  • Personen, die bereits Opfer eines anderen Anlagebetrugs geworden sind, und bieten an, verlorenes Geld „zurückzuholen“ – sofern vorab eine Gebühr gezahlt wird.

Um Seriosität vorzutäuschen, werden Zahlungen oft auf Treuhandkonten oder an scheinbar seriöse Anwaltskanzleien geleitet.
Zudem nutzen Betrüger offiziell klingende E-Mail-Adressen, Briefköpfe oder Websites, um Vertrauen zu gewinnen.


Typische Varianten des Vorauszahlungsbetrugs

Betrügerinnen und Betrüger:

  • bieten vermeintliche Finanzinstrumente oder Anlagemöglichkeiten an, etwa

    • Bankgarantien oder alte Staatsanleihen,

    • mittel- oder langfristige Schuldverschreibungen,

    • „Proof of Funds“-Bescheinigungen oder „Blocked Funds“-Programme;

  • versprechen, Finanzierungen oder Investoren zu vermitteln, verlangen dafür aber eine „Vermittlungsgebühr im Voraus“;

  • geben sich als seriöse Finanzdienstleister oder Wertpapierfirmen aus und behaupten, Verluste durch „Tauschgeschäfte“ mit wertlosen Aktien ausgleichen zu können – verlangen jedoch zunächst eine „Sicherheitsleistung“ oder Versicherungsprämie.

All diese Angebote sind nicht echt. Sobald das Geld überwiesen ist, brechen die Betrüger den Kontakt ab.


So schützen Sie sich

  • Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, um ein angebliches Investment, eine Auszahlung oder Rückerstattung zu ermöglichen.

  • Misstrauen Sie unrealistischen Versprechen – insbesondere, wenn Ihnen eine „garantierte“ Rendite oder eine sichere Rückzahlung zugesichert wird.

  • Prüfen Sie die Seriosität des Anbieters:

    • Nutzen Sie das BaFin-Unternehmensregister oder die Datenbank „Unternehmensdatenbank“ auf www.bafin.de

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