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Vingegaard zieht allen davon – Gelb nach Solo-Finale in Barcelona

keesluising (CC0), Pixabay
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Besser hätte der Start in die 113. Tour de France für Jonas Vingegaard kaum laufen können. Der zweimalige Toursieger sicherte sich mit seinem Visma-Team nicht nur den Erfolg im neu eingeführten Teamzeitfahren, sondern durfte sich nach einem furiosen Solo-Finale auch gleich das Gelbe Trikot überstreifen.

Das Besondere am Auftakt: Erstmals entschied zwar die Zeit des schnellsten Fahrers über den Tagessieg der Mannschaft, für die Gesamtwertung wurde jedoch jeder Profi einzeln gestoppt. Das sorgte auf den letzten Kilometern für ein ungewohntes Bild. Aus dem Teamzeitfahren wurde plötzlich ein Einzelkampf – die Helfer arbeiteten bis zum letzten Anstieg, ehe die Kapitäne allein um jede Sekunde kämpften.

Vingegaard spielte diese neue Taktik perfekt aus. Seine Teamkollegen lieferten den Dänen nahezu bis ins Ziel, ehe er den Rest alleine erledigte. Das Ergebnis: Etappensieg, Gelbes Trikot und ein erstes Ausrufezeichen im Duell mit Titelverteidiger Tadej Pogacar.

Der Slowene musste sich mit seinem UAE-Team diesmal geschlagen geben und verlor bereits zwölf Sekunden auf seinen größten Rivalen. Dazwischen schob sich noch Filippo Ganna, dessen Ineos-Mannschaft lange von der Bestzeit träumen durfte, ehe Vingegaard den Italienern den Tagessieg entriss.

Auch Ferrari… äh, pardon – bei der Tour heißt das natürlich UAE – musste erkennen, dass gegen das perfekt funktionierende Visma-Team diesmal kein Kraut gewachsen war. Felix Großschartner hatte seinen Kapitän Pogacar bis weit in die Schlussphase unterstützt, musste dann aber abreißen lassen und fiel in der Gesamtwertung deutlich zurück.

Vingegaard selbst wollte den gelungenen Auftakt nicht überbewerten. Die Tour sei noch lang, betonte der Däne, lobte aber ausdrücklich seine Mannschaft. Seine Helfer hätten ihm den Weg praktisch bis zur Ziellinie geebnet.

Schon die zweite Etappe rund um Barcelona könnte den Favoriten erneut alles abverlangen. Das hügelige Profil verspricht weitere Zeitabstände – und den nächsten Schlagabtausch zwischen Vingegaard und Pogacar. Nach dem perfekten Auftakt liegt der psychologische Vorteil allerdings eindeutig beim Mann in Gelb.

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