s sollte ein kleiner Klick, ein günstiges Schnäppchen und ein kurzer Online-Einkauf werden. Doch für eine 48-jährige Autofahrerin aus Salzburg wurde der Versuch, eine Autobahnvignette zu ergattern, zur teuersten Fahrt ihres Lebens – ohne überhaupt einen Meter gefahren zu sein.
Was war passiert? Die Frau entdeckte ein „exklusives Online-Angebot“ für die österreichische Vignette – offenbar inklusive 24-Karat-Goldrand, VIP-Parkservice und vielleicht einem persönlichen Gruß von Arnold Schwarzenegger. Der Preis? Statt den regulären 96,40 Euro ein unschlagbares Sonderangebot – mit dem kleinen Haken: Am Ende stand eine Abbuchung von 48.000 Euro auf ihrem Kreditkartenkonto.
Wieso? Nun, ein TAN-Code per SMS klang harmlos. Aber dieser Code war der digitale Türöffner zu ihrem Bankkonto – und der Fake-Shop, auf den sie hereinfiel, offenbar ein finanzielles schwarzes Loch mit Internetanschluss.
Die Polizei Salzburg ermittelt – vermutlich mit Schnappatmung – und warnt: „Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das vermutlich auch.“ Ein weiser Ratschlag, leider zu spät für die tapfere Vignettenjägerin.
Die Liste der Warnzeichen hätte länger nicht sein können: Fantasiepreise, ein Impressum aus dem Land der Märchen, Zahlung nur per „Golddukaten oder Vertrauen“, und Website-Texte, die offenbar von einem betrügerischen Papagei aus dem Google-Übersetzer stammen.
Moral von der Geschicht’? Wer im Internet Pickerl sucht, braucht mehr als nur einen Klickfinger – nämlich gesunden Menschenverstand, ein Auge fürs Kleingedruckte und idealerweise keinen Kreditrahmen bis zur Stratosphäre.
Fazit: Vignette lieber offline kaufen. Oder gleich zu Fuß gehen – ist günstiger.
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