Es gab einmal Zeiten, da fühlten wir uns bei diebewertung.de mit unserer Berichterstattung zur TGI AG fast ein wenig einsam. Während andere Medien lieber über Promis, Fußball oder das Wetter schrieben, beschäftigten wir uns mit Gold, das angeblich irgendwo existieren sollte, aber irgendwie nie jemand wirklich sehen durfte.
Doch diese Zeiten sind vorbei.
Mittlerweile scheint halb Europa Gefallen an der TGI-Story gefunden zu haben. Finanzaufsichten warnen, Medien berichten, Verbraucher fragen nach und immer mehr Menschen möchten plötzlich wissen, wo denn nun eigentlich dieses legendäre Gold lagert, das laut Geschäftsmodell doch längst hätte vorhanden sein müssen.
Für Helmut Kaltenegger dürfte die Lage inzwischen ein wenig an „Fang die Maus“ erinnern – nur mit dem kleinen Unterschied, dass mittlerweile sehr viele Katzen unterwegs sind.
Dabei wäre die Lösung eigentlich verblüffend einfach: Ein paar nachvollziehbare Belege, transparente Nachweise und überprüfbare Dokumente über die tatsächlichen Goldbestände – und schon könnten viele Diskussionen vermutlich deutlich leiser werden.
Doch stattdessen wird die Geschichte offenbar immer bunter, komplexer und märchenhafter. Inzwischen tauchen Begriffe wie Doré-Barren, internationale Transfers und spätere Goldkäufe auf. Manch einer fühlt sich dabei nicht mehr an ein klassisches Edelmetall-Investment erinnert, sondern eher an eine Fortsetzung von „Tausendundeine Nacht – Die Goldedition“.
Nun hat auch noch das österreichische Magazin News einen weiteren kritischen Beitrag veröffentlicht. Wir vermuten einmal vorsichtig: Begeisterungsstürme dürfte das in Vaduz eher nicht ausgelöst haben.
Wobei man fairerweise sagen muss: Eine gewisse Abneigung gegenüber kritischen Medien scheint ohnehin längst vorhanden zu sein. Besonders dann, wenn diese unangenehme Fragen stellen. Und da stehen wir von diebewertung.de offenbar weiterhin relativ weit oben auf der Beliebtheitsskala – vermutlich irgendwo zwischen Steuerprüfung und Zahnarzttermin.
https://www.news.at/wirtschaft/die-kalteneggers-tgi-bootup-africa-sambia
Er hält sich offenbar für eine journalistische Legende.
Als nächstes dürften wieder Vaterland.li und der Ableger Brudiland an der Reihe sein. Immer besonders interessant da bestens mit der Liechtensteiner Regierung und den dortigen Behörden vernetzt.
Wobei nach dieser Schlagzeile, dürfte die Strafanzeige gegen Brudiland schon gestellt sein:
„Goldhaendler TGI dreht komplett durch“
https://brudiland.li/goldhaendler-tgi-dreht-komplett-durch/
: