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USA:Lebensmittel retten und Geld sparen: Apps gegen Lebensmittelverschwendung werden immer beliebter

2SIF (CC0), Pixabay
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Steigende Lebensmittelpreise und anhaltende Inflation bringen immer mehr Verbraucher dazu, beim Einkauf nach neuen Sparmöglichkeiten zu suchen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Apps wie Too Good To Go oder Flashfood verbinden beide Ziele: Sie helfen Haushalten beim Sparen und tragen gleichzeitig dazu bei, Lebensmittel vor dem Müll zu bewahren.

Überraschungstüten zum Bruchteil des Preises

Besonders erfolgreich ist das Konzept von Too Good To Go. Über die Plattform bieten Supermärkte, Bäckereien, Cafés und Restaurants Lebensmittel an, die zwar kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen oder am Tagesende übrig bleiben, aber weiterhin problemlos verzehrt werden können.

Statt diese Waren zu entsorgen, verkaufen die Betriebe sogenannte „Überraschungstüten“ zu stark reduzierten Preisen. Häufig zahlen Kunden nur etwa ein Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises.

Der Inhalt bleibt bis zur Abholung unbekannt. Meist handelt es sich um Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Tiefkühlprodukte.

Nach Unternehmensangaben ist Too Good To Go inzwischen in 21 Ländern aktiv, zählt rund 120 Millionen Nutzer und arbeitet mit etwa 180.000 Partnerunternehmen zusammen. Allein in den USA sollen Verbraucher auf diese Weise bereits Lebensmittel im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar gerettet haben.

Nachhaltigkeit trifft Sparsamkeit

Für viele Nutzer steht nicht nur der Preis im Vordergrund. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Viele Käufer nutzen die Überraschungspakete gezielt für die Essensplanung. Lebensmittel, die kurzfristig verbraucht werden müssen, lassen sich einfrieren oder direkt zu größeren Mahlzeiten verarbeiten. Gleichzeitig entstehen oft neue Kochideen, weil die Zusammenstellung der Produkte jedes Mal unterschiedlich ausfällt.

Auch Händler profitieren

Nicht nur Verbraucher gewinnen durch das Konzept. Für Supermärkte und Gastronomiebetriebe bietet der Verkauf überschüssiger Lebensmittel die Möglichkeit, Verluste zu reduzieren und gleichzeitig neue Kundschaft zu gewinnen.

Ein prominentes Beispiel ist die US-Biosupermarktkette Whole Foods. Dort können Kunden Überraschungstüten mit Obst, Gemüse, Fleisch oder Meeresfrüchten zu deutlich reduzierten Preisen erwerben. Das Unternehmen betrachtet die Kooperation als Teil seiner Strategie zur Verringerung von Lebensmittelverschwendung, zu der auch Spenden an Tafeln und Kompostierungsprogramme gehören.

Auch kleinere Betriebe profitieren. Bäckereien oder Cafés können Backwaren, die am Abend übrig bleiben, noch verkaufen, anstatt sie entsorgen zu müssen.

Flashfood setzt auf freie Auswahl

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die App Flashfood. Statt Überraschungspaketen können Kunden dort gezielt einzelne Lebensmittel auswählen, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen und deshalb mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent angeboten werden.

Darüber hinaus werden häufig große Obst- und Gemüsekisten zu besonders günstigen Preisen angeboten.

Flashfood arbeitet inzwischen mit mehr als 2.000 Supermärkten in den USA zusammen und baut sein Filialnetz kontinuierlich aus.

Lebensmittelverschwendung bleibt ein globales Problem

Nach Schätzungen internationaler Organisationen werden weltweit rund 40 Prozent aller produzierten Lebensmittel nicht verzehrt. Besonders betroffen sind frische Produkte wie Obst, Gemüse, Fleisch oder Milchprodukte.

Apps wie Too Good To Go und Flashfood setzen genau an dieser Stelle an. Sie verlängern den Lebenszyklus noch genießbarer Lebensmittel und ermöglichen gleichzeitig preisbewussten Verbrauchern erhebliche Einsparungen.

Ein Trend mit Zukunft

Angesichts steigender Lebenshaltungskosten wächst die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten kontinuierlich. Gleichzeitig gewinnen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowohl bei Verbrauchern als auch bei Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

Digitale Plattformen, die überschüssige Lebensmittel vermitteln, entwickeln sich damit immer stärker zu einem festen Bestandteil moderner Einkaufsgewohnheiten. Sie verbinden wirtschaftliche Vorteile mit ökologischem Nutzen – und zeigen, dass sich Sparen und Nachhaltigkeit keineswegs ausschließen müssen.

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