Startseite Allgemeines US-Insider erhebt schwere Vorwürfe gegen chinesische KI-Firma DeepSeek
Allgemeines

US-Insider erhebt schwere Vorwürfe gegen chinesische KI-Firma DeepSeek

2857440 (CC0), Pixabay
Teilen

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter hat der chinesischen KI-Firma DeepSeek schwerwiegende Vorwürfe gemacht: Das Unternehmen arbeite demnach nicht nur eng mit dem chinesischen Militär und den Geheimdiensten zusammen, sondern versuche auch aktiv, US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips zu umgehen.

Laut dem Insider teile DeepSeek Nutzerdaten und statistische Informationen mit staatlichen Stellen in China. Dies gehe weit über die übliche Nutzung von Open-Source-Software hinaus. Besonders brisant: Die Firma tauche über 150-mal in chinesischen Beschaffungsunterlagen der Volksbefreiungsarmee und von mit dem Militär verbundenen Organisationen auf. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben bislang nicht unabhängig verifizieren, DeepSeek selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nutzerdaten in Gefahr?

Nach chinesischem Gesetz sind Unternehmen verpflichtet, auf Anfrage des Staates Daten bereitzustellen. Sollte DeepSeek bereits sensible Informationen weitergegeben haben, stünde laut US-Behörden der Datenschutz von Millionen internationaler Nutzerinnen und Nutzer auf dem Spiel – darunter auch zahlreiche aus den USA. Einige US-Abgeordnete hatten das Unternehmen bereits verdächtigt, Daten amerikanischer Nutzer nach China zu transferieren.

Umgehung von Chip-Embargos?

Ein weiterer Vorwurf: DeepSeek soll sich über Strohfimen in Südostasien illegal Zugang zu Hochleistungsprozessoren des US-Herstellers Nvidia verschafft haben – Prozessoren, die wegen ihrer strategischen Bedeutung für KI-Anwendungen seitens der USA nicht mehr nach China exportiert werden dürfen.

Die Firma habe angeblich über diese Konstrukte auch versucht, Datenzentren in der Region anzuzapfen, um aus der Ferne auf verbotene Chips zuzugreifen. Ob diese Umgehungsversuche erfolgreich waren, ließ der Insider offen.

Hintergrund:
Die USA hatten zuletzt ihre Kontrollen beim Export von KI-Chips und Halbleitertechnologie verschärft, um Chinas militärtechnischen Vorsprung zu bremsen. Unternehmen wie Nvidia dürfen bestimmte Hochleistungsprozessoren nicht mehr an chinesische Firmen liefern. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass chinesische KI-Unternehmen durch intransparente Strukturen und staatliche Einflussnahme eine Gefahr für die Cybersicherheit darstellen könnten.

DeepSeek gilt als eines der ambitioniertesten KI-Start-ups Chinas und war zuletzt mit einem Open-Source-Sprachmodell international in Erscheinung getreten.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Islamist und Attentäter der CSD Berlin erschossen

Mutmaßlicher CSD-Attentäter nach SEK-Einsatz in Berlin-Spandau tot Der mutmaßliche Täter des Anschlags...

Allgemeines

Deutliche Kritik an TGI AG: Trustpilot-Bewertungen werfen Fragen zu Transparenz und Kommunikation auf

Mehrere aktuelle Ein-Stern-Bewertungen auf Trustpilot zeichnen ein ausgesprochen kritisches Bild der TGI...

Allgemeines

Politische Blamage für Merz: Verkehrsminister zieht selbst die Konsequenzen

Was für eine Blamage für Bundeskanzler Friedrich Merz: Verkehrsminister Patrick Schnieder will...

Allgemeines

Weißes Haus wirbt mit Wirtschaftsrekorden, KI-Offensive und hartem Kurs gegen die EU

Das Weiße Haus stellt in seinem aktuellen Wochenbericht vor allem die Wirtschafts-...