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Fallen jetzt die Dominosteine in Downing Street? Starmer wackelt – und die Opposition holt schon Popcorn

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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In der britischen Politik gibt es Rücktritte. Und dann gibt es Rücktritte, die sich anhören wie: „Ich gehe – und nehme gleich die halbe Regierung mit.“

Genau so wirkt der Abgang von Verteidigungsminister John Healey, der Premierminister Keir Starmer eine politische Woche bescherte, die vermutlich selbst sein Kalender mit „Katastrophe“ markieren würde.

Der Mann, der nie Ärger macht – macht Ärger

Healey galt in der Labour-Partei lange als das politische Äquivalent eines zuverlässigen Wasserkochers: unauffällig, loyal und selten explosiv.

Als ausgerechnet er seinen Rücktritt einreichte und erklärte, die Entscheidungen der Regierung würden Großbritannien weniger sicher machen, dürften in Downing Street sämtliche Alarmglocken gleichzeitig losgegangen sein.

Ein Minister beschrieb die Stimmung sinngemäß mit:

„Es war eine harte Woche.“

Übersetzt aus Politikerdeutsch bedeutet das ungefähr:

„Wir suchen bereits nach dem Notausgang.“

Das Verteidigungsbudget: Zu wenig für Panzer, zu viel für gute Laune

Der Streit drehte sich um Geld. Genauer gesagt um die Frage, wie man deutlich mehr Verteidigung verspricht, ohne deutlich mehr Geld auszugeben.

Ein Regierungsinsider erklärte sogar:

„Der Deal war so schlecht, dass man nicht wusste, wie man ihn verkaufen soll.“

Politische Übersetzung:

  • 15 Milliarden Pfund? Klingt gut.
  • 13,5 Milliarden Pfund? Klingt weniger gut.
  • 10 Milliarden Pfund? Klingt nach einem Problem.

Offenbar wurden alle Varianten ausprobiert, bevor jemand bemerkte, dass Mathematik leider existiert.

Starmer verspricht – der Taschenrechner weint

Das eigentliche Problem begann, als Großbritannien seinen NATO-Partnern höhere Verteidigungsausgaben zusagte.

Die Frage, woher das Geld kommen soll, wurde offenbar auf die klassische Weise gelöst:

„Darum kümmern wir uns später.“

Später stellte sich heraus, dass „später“ jetzt ist.

Neuer Verteidigungsminister, altes Problem

Healeys Nachfolger Dan Jarvis übernimmt nun einen Job, der ungefähr so attraktiv wirkt wie Kapitän der Titanic nach dem Eisbergkontakt.

Er soll:

  • mehr Geld ausgeben,
  • ohne mehr Geld zu bekommen,
  • und dabei alle glücklich machen.

Viel Erfolg.

Donald Trump schaut zu

Besonders unangenehm: Die Krise spielt sich kurz vor einem internationalen Gipfel ab.

US-Präsident Donald Trump fordert seit Monaten höhere Verteidigungsausgaben europäischer Staaten. Nun erlebt er live, wie der britische Verteidigungsminister zurücktritt, weil die Verteidigungsausgaben zu niedrig sind.

Das ist ungefähr so, als würde man seinem Fahrlehrer erklären wollen, dass man ein hervorragender Autofahrer ist – während das Auto rückwärts in einen Zaun rollt.

Die große Frage: Wer fällt als Nächstes?

In Westminster kursieren bereits die üblichen Spekulationen.

Ein ehemaliger Minister soll gesagt haben:

„Keir ist erledigt.“

Ein anderer bezeichnete Healeys Rücktritt als den „letzten Nagel im Sarg“.

In der Politik bedeutet das allerdings meistens, dass die betreffende Person entweder nächste Woche zurücktritt oder in drei Jahren die Wahl gewinnt.

Fazit

Momentan erinnert die britische Regierung ein wenig an eine Dominokette:

  • Ein Minister fällt.
  • Alle schauen auf den nächsten Stein.
  • Niemand will der nächste Stein sein.
  • Und irgendwo steht ein Oppositionspolitiker mit einer Tüte Popcorn und wartet.

Ob Starmer tatsächlich stürzt, weiß derzeit niemand. Aber wenn sogar seine treuesten Verbündeten anfangen, über Dominosteine zu sprechen, ist das selten ein Zeichen für politische Stabilität.

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