US-Präsident Donald Trump hat im Iran-Konflikt offenbar eine neue militärische Strategie entwickelt: Erst bombardieren, dann überlegen, warum eigentlich.
Offiziell geht es um alles Mögliche – je nachdem, welche Rede man gerade hört. Mal soll das iranische Atomprogramm verschwinden, mal das Raketenprogramm, mal gleich das ganze Regime. Und gelegentlich klingt es so, als hätte der Krieg eigentlich schon gewonnen werden sollen, noch bevor jemand richtig angefangen hat, darüber nachzudenken.
Überraschung: Der Gegner reagiert
Eine der größten Überraschungen für Washington war offenbar, dass der Iran tatsächlich zurückgeschossen hat.
Statt sich höflich zu bedanken, reagierte Teheran mit Raketen, Drohnen und Angriffen auf US-Stützpunkte sowie Ziele in der Region. Eine Entwicklung, mit der laut Berichten aus Washington zwar theoretisch gerechnet wurde – praktisch aber offenbar niemand gerechnet hat.
Im Pentagon wurde daraufhin hektisch improvisiert:
Botschaften mussten evakuiert werden, militärische Planungen wurden überarbeitet, und parallel suchte man nach Möglichkeiten, die steigenden Benzinpreise politisch zu erklären.
Ölpreis: der unerwartete Endgegner
Während die militärische Lage kompliziert bleibt, hat sich ein anderer Gegner als besonders hartnäckig erwiesen: der Ölpreis.
Die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, ist derzeit praktisch blockiert.
Die Folge: steigende Energiepreise – und steigende Nervosität in Washington.
Militärische Experten weisen inzwischen darauf hin, dass die Meerenge militärisch gar nicht so leicht freizuräumen ist. Einige Strategen erklären nüchtern, dass dafür möglicherweise große Bodentruppen und die Kontrolle der gesamten Küstenregion nötig wären.
Eine diplomatische Lösung sei daher wahrscheinlich einfacher.
Allerdings wäre Diplomatie eine Strategie – und genau daran scheint es derzeit zu mangeln.
Ein Krieg ohne Drehbuch
Besonders bemerkenswert ist die Frage nach dem Ende des Krieges.
Hier gibt es mehrere Versionen:
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Der Krieg ist bald vorbei.
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Der Krieg ist bereits gewonnen.
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Der Krieg muss noch intensiver geführt werden.
Welche Version gerade gilt, hängt offenbar stark vom jeweiligen Interview oder Wahlkampfauftritt ab.
Selbst Verbündete fragen sich inzwischen, wie genau dieser Konflikt eigentlich enden soll.
Strategisches Tauziehen in Washington
Im Weißen Haus scheint es derweil mehrere Fraktionen zu geben.
Eine Gruppe sorgt sich vor allem um die wirtschaftlichen Folgen steigender Energiepreise.
Eine andere fordert noch härtere militärische Maßnahmen.
Und eine dritte erinnert vorsichtig daran, dass Trump eigentlich einmal versprochen hatte, keine neuen Kriege zu beginnen.
Das Ergebnis ist eine außenpolitische Mischung aus Strategie, Improvisation und gelegentlichen Pressekonferenzen.
Gewinner des Chaos
Während Washington nach einem Plan sucht, profitieren andere.
Russland freut sich über steigende Ölpreise.
China freut sich über neue geopolitische Möglichkeiten.
Und der Rest der Welt fragt sich, wie genau aus einer angeblich kurzen militärischen Operation ein globaler Wirtschaftsstresstest werden konnte.
Fazit
Nach fast zwei Wochen Krieg lässt sich die amerikanische Strategie derzeit etwa so zusammenfassen:
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Ziele: variabel
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Strategie: in Entwicklung
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Ausgang: offen
Oder, wie ein Kommentator es formulierte:
„Keine Ahnung, kein Plan – aber dafür sehr viel Entschlossenheit.“
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