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Trumps „Golden Dome“ könnte 1,2 Billionen Dollar kosten – und trotzdem versagen

qimono (CC0), Pixabay
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Donald Trump wollte ein Schutzschild für Amerika präsentieren, das klingt wie eine Mischung aus Science-Fiction, Militärfantasie und Luxus-Hotelname: den „Golden Dome“.

Nun zeigt ein neuer Bericht des Kongresshaushaltsbüros, dass das Projekt vermutlich astronomisch teuer wird – und möglicherweise trotzdem keinen umfassenden Schutz bietet.

Die geschätzten Kosten: rund 1,2 Billionen Dollar über 20 Jahre.

Vom Wahlkampfprojekt zum Milliardenmonster

Ursprünglich hatte Trump erklärt, das Raketenabwehrsystem werde etwa 175 Milliarden Dollar kosten. Jetzt liegen die offiziellen Schätzungen fast siebenmal höher.

Geplant ist ein gigantisches Netzwerk aus Sensoren, Satelliten, Frühwarnsystemen und Abfangraketen – zu Land, zu Wasser und im Weltraum. Trump versprach sogar, das System könne Raketen stoppen, die „von der anderen Seite der Welt oder aus dem All“ gestartet würden.

Das Pentagon dürfte beim Satz „aus dem All“ vermutlich gleichzeitig begeistert und nervös geworden sein.

Viel Technik, viele Zweifel

Das Problem: Selbst bei Kosten in Billionenhöhe könnte das System laut Experten überfordert werden.

Das Kongressbüro warnt ausdrücklich davor, dass ein massiver Angriff großer Militärmächte wie Russland oder China den „Golden Dome“ schlicht übersättigen könnte. Anders gesagt: Wenn genug Raketen gleichzeitig fliegen, hilft auch ein vergoldeter Schutzschirm nur begrenzt.

Zudem stellt sich die praktische Frage, wie man ein Land von der Größe der USA lückenlos gegen moderne Hyperschallwaffen, Marschflugkörper und Weltraumangriffe absichern will.

Ein neues Wettrüsten im All?

Trump hatte das Projekt kurz nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus angekündigt und es zunächst „Iron Dome for America“ genannt – in Anlehnung an Israels Raketenabwehrsystem. Der neue Name klingt allerdings deutlich größer, teurer und mehr nach Trump-Branding.

Kritiker sehen in dem Vorhaben vor allem ein gigantisches Geschenk an die Rüstungsindustrie. Ein demokratischer Senator sprach bereits von einer „massiven Umverteilung zugunsten von Verteidigungskonzernen“.

Befürworter argumentieren dagegen, die USA müssten dringend auf neue Bedrohungen reagieren, weil moderne Raketen immer schneller und schwerer abzufangen seien.

Der Traum vom perfekten Schutzschild

Die Idee eines amerikanischen Raketenschutzschildes begleitet die USA seit Jahrzehnten. Schon Ronald Reagan träumte in den 1980ern von „Star Wars“-Abwehrsystemen im Weltraum.

Trumps „Golden Dome“ wirkt nun wie die maximal eskalierte Version dieses Gedankens: größer, teurer und technologisch ambitionierter als alles zuvor.

Ob daraus tatsächlich ein funktionierendes Verteidigungssystem wird oder nur das teuerste Sicherheitsversprechen der amerikanischen Geschichte, ist allerdings völlig offen.

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