Diese Zahlen sorgen für mächtig Wirbel: Seit Oktober 2025 haben die USA laut offiziellen Regierungsdaten 4499 Flüchtlinge aufgenommen. Der Hammer dabei: Bis auf drei Afghanen kamen alle aus Südafrika.
Heißt im Klartext: Unter Präsident Donald Trump ist das amerikanische Flüchtlingsprogramm praktisch komplett umgebaut worden – und fast ausschließlich auf weiße Südafrikaner, vor allem aus der Minderheit der Afrikaaner, zugeschnitten.
Zum Vergleich: Im letzten vollen Haushaltsjahr unter Joe Biden – beginnend im Oktober 2023 – nahmen die USA noch rund 125.000 Flüchtlinge aus 85 Ländern auf. Jetzt ist das System faktisch auf einen Sonderfall zusammengeschrumpft.
Trump hatte im vergangenen Jahr die Aufnahme von Flüchtlingen weitgehend gestoppt – selbst für Menschen aus Kriegsgebieten. Gleichzeitig machte er aber eine Ausnahme für Afrikaaner in Südafrika. Seine Begründung: Diese würden verfolgt und diskriminiert.
Trump erklärte damals, die Neuausrichtung diene der nationalen Sicherheit und dem Schutz der öffentlichen Ordnung. Vorrang sollten demnach Afrikaaner sowie „andere Opfer illegaler oder ungerechter Diskriminierung in ihren Heimatländern“ erhalten.
In Südafrika sorgte das für scharfen Protest. Die Regierung in Pretoria weist Trumps Darstellung entschieden zurück. Die Behauptung eines angeblichen „weißen Genozids“ oder einer systematischen Verfolgung weißer Farmer sei vielfach widerlegt und durch keine belastbaren Beweise gedeckt.
Die Spannungen zwischen Washington und Pretoria haben sich seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ohnehin massiv verschärft. Vor gut einem Jahr wurde Südafrikas Botschafter in den USA, Ebrahim Rasool, sogar ausgewiesen, nachdem er Trump vorgeworfen hatte, eine Art weiße Opfererzählung politisch zu instrumentalisieren.
Besonders brisant wurde es dann im Mai im Oval Office: Dort konfrontierte Trump Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa direkt mit dem Vorwurf, weiße Farmer würden in Südafrika verfolgt und seien Opfer eines „Genozids“. Ramaphosa widersprach – ebenso wie John Steenhuisen, der weiße Chef der Demokratischen Allianz, die Teil der südafrikanischen Regierungskoalition ist. Seine klare Botschaft an Trump: Die meisten Farmer wollten in Südafrika bleiben und das Land mitgestalten.
Auch aus der Afrikaaner-Community selbst kam Gegenwind. In einem offenen Brief wandten sich prominente Vertreter – darunter Akademiker, Unternehmer und sogar Nachfahren von Figuren aus der Apartheid-Zeit – gegen Trumps Erzählung. Einige bezeichneten das US-Umsiedlungsprogramm sogar als rassistisch.
Die ersten 68 südafrikanischen Flüchtlinge kamen bereits im Mai vergangenen Jahres in den USA an. In diesem Jahr stiegen die Zahlen dann deutlich an: Allein im Februar und März wurden 2848 Menschen aufgenommen.
Verteilt wurden sie über mehrere Bundesstaaten. Die größte Gruppe lebt derzeit in Texas, wo sich laut Daten 543 dieser Flüchtlinge niedergelassen haben.
Klar ist:
Trump hat Amerikas Flüchtlingspolitik radikal umgekrempelt.
Wo früher Menschen aus Dutzenden Krisenregionen aufgenommen wurden, gibt es jetzt fast nur noch einen VIP-Korridor – für weiße Südafrikaner.
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