US-Präsident Donald Trump hat sich angesichts der stark gestiegenen Spritpreise für eine vorübergehende Aussetzung der bundesweiten Benzinsteuer ausgesprochen.
„Ich halte das für eine großartige Idee“, sagte Trump in einem Interview mit CBS News. Die Steuer solle für eine gewisse Zeit wegfallen und später wieder eingeführt werden, sobald die Benzinpreise sinken.
Wie lange die Maßnahme gelten soll, ließ der Präsident offen.
Die bundesweite Steuer auf Benzin liegt derzeit bei 18,4 Cent pro Gallone. Mit den Einnahmen werden unter anderem Straßenbau, Infrastrukturprojekte und der öffentliche Nahverkehr finanziert.
Später bekräftigte Trump seine Haltung auch vor Journalisten im Oval Office. Er zeigte sich überzeugt, dass die Energiepreise nach einem Ende des Konflikts mit Iran „wie ein Stein fallen“ würden.
Die Spritpreise in den USA sind seit Beginn des Kriegs mit Iran deutlich gestiegen. Nach Angaben des Automobilclubs AAA kostet eine Gallone Normalbenzin inzwischen durchschnittlich 4,52 Dollar. Das sind rund 39 Cent mehr als noch vor einem Monat und über einen Dollar mehr als vor einem Jahr.
Politisch gelten die hohen Energiepreise als wachsendes Problem für Trump und die Republikaner mit Blick auf die Kongresswahlen 2026.
Eine Aussetzung der Steuer müsste allerdings vom Kongress beschlossen werden. Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit mehrfach versucht, sich in Krisensituationen auf weitreichende Notstandsrechte des Präsidenten zu berufen.
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