Trotz neuer militärischer Zwischenfälle zwischen den USA und Iran hält Präsident Donald Trump an der Hoffnung auf ein mögliches Ende des Krieges fest. Noch am Freitagabend erwarte Washington eine Reaktion Teherans auf den jüngsten US-Vorschlag für eine Waffenruhe und politische Verhandlungen, sagte Trump. Außenminister Marco Rubio erklärte, man hoffe auf ein „ernsthaftes Angebot“.
Während hinter den Kulissen weiter diplomatisch verhandelt wird, eskaliert die Lage rund um die Straße von Hormus erneut. Das US-Militär meldete am Freitag, zwei iranische Öltanker gestoppt und außer Gefecht gesetzt zu haben. Die Schiffe hätten versucht, die amerikanische Seeblockade gegen iranische Häfen zu umgehen.
Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden präzise Schüsse auf die Tanker abgegeben, um deren Weiterfahrt zu verhindern. Iranische Medien sprechen derweil von einem „begrenzten Schusswechsel“ zwischen iranischen und amerikanischen Streitkräften im Bereich der strategisch wichtigen Wasserstraße.
Trump betonte dennoch, die Waffenruhe sei weiterhin „in Kraft“. Zugleich stellte er eine Wiederaufnahme der US-Mission „Project Freedom“ in Aussicht. Die Operation sollte Schiffen die sichere Passage durch die Straße von Hormus ermöglichen und war erst vor wenigen Tagen wegen angeblicher Fortschritte in den Gesprächen mit Iran ausgesetzt worden.
Unterdessen verdichten sich Hinweise auf Machtkämpfe innerhalb der iranischen Führung. US-Geheimdienste gehen laut CNN davon aus, dass Mojtaba Khamenei, der schwer verletzte Nachfolger des getöteten Revolutionsführers Ali Khamenei, weiterhin maßgeblich an der iranischen Kriegsstrategie beteiligt ist. Öffentlich ist er seit Wochen nicht mehr aufgetreten.
Zusätzlich verschärft sich die Lage an Israels Nordgrenze: Die Hisbollah reklamierte erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe im April wieder Angriffe auf israelische Militärziele für sich. Israel sprach von einem erneuten Bruch der Vereinbarungen.
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