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Trump und Selenskyj sprechen über Frieden – Fortschritte, aber noch keine Einigung

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Nach einem dreistündigen Treffen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gibt es vorsichtigen Optimismus in den Verhandlungen über ein mögliches Friedensabkommen im Ukrainekrieg. Konkrete Durchbrüche blieben jedoch aus, und beide Seiten betonten die Komplexität der Gespräche.

„Wir sind der Einigung nähergekommen, vielleicht sehr nahe“, sagte Trump im Anschluss an die Gespräche in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Er sprach von „ein oder zwei sehr schwierigen Punkten“, die noch ungelöst seien – darunter die Zukunft des Donbas und des Atomkraftwerks Saporischschja.

Selenskyj erklärte, dass rund 90 % des Friedensplans bereits abgestimmt seien. Bei zentralen Punkten wie Sicherheitsgarantien und der militärischen Zusammenarbeit sei volle Einigkeit erreicht worden. Dennoch müssten Details wie mögliche Gebietsabtretungen noch geklärt werden. „Unsere Gesellschaft muss entscheiden, nicht eine Einzelperson. Es ist das Land unseres Volkes, über Generationen hinweg“, so Selenskyj. Er brachte erneut ein Referendum ins Spiel, um über Teile des Plans abzustimmen.

Gespräche mit Russland im Hintergrund

Obwohl Wladimir Putin nicht anwesend war, telefonierte Trump vor und nach dem Treffen mit dem russischen Präsidenten. Ein weiteres Gespräch sei geplant. Trump betonte, dass eine Einigung ohne Zustimmung Putins nicht möglich sei. Die Verhandlungen würden deshalb auch mit Russland fortgeführt.

Eine von den USA vorgeschlagene Idee ist die Schaffung einer „freien Wirtschaftszone“ im Donbas, über die weiter verhandelt werde. Russland kämpft seit 2014 in dieser Region und versucht nun, über Diplomatie zu erreichen, was militärisch bislang nicht gelang.

Nächste Schritte

Selenskyj kündigte an, dass die ukrainischen und US-Verhandlungsteams schon in der kommenden Woche wieder zusammenkommen könnten, um offene Punkte zu klären. Zudem soll Trump im Januar ukrainische und europäische Staatschefs nach Washington einladen, um den Friedensplan gemeinsam weiterzuentwickeln.

An der Seite Trumps zeigte sich Selenskyj öffentlich dankbar. Diese Geste ist bemerkenswert, da der US-Präsident Selenskyj zu Beginn seiner zweiten Amtszeit öffentlich kritisiert hatte, ihm gegenüber nicht ausreichend dankbar zu sein.

Trump ließ auch die Möglichkeit offen, selbst in die Ukraine zu reisen und dort vor dem Parlament zu sprechen – falls dies den Friedensprozess fördern würde. Ob ein solcher Besuch tatsächlich stattfinden wird, ließ er offen.

Keine zeitliche Vorgabe

Trump betonte, dass es keinen festen Zeitplan für eine Einigung gebe. „Vielleicht wissen wir in ein paar Wochen mehr – in die eine oder andere Richtung.“ Er warnte jedoch, dass unerwartete Hindernisse den Prozess noch scheitern lassen könnten.

Internationale Abstimmung

Während des Treffens telefonierten Trump und Selenskyj gemeinsam mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Norwegen und Italien. Laut dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb diskutierten sie „konkrete Schritte“ zur Beendigung des Krieges.

Fazit

Trotz diplomatischer Fortschritte bleibt der Weg zum Frieden in der Ukraine steinig. Beide Präsidenten zeigten sich zwar optimistisch, doch zentrale Streitfragen – besonders die territoriale Integrität der Ukraine – stehen weiter im Raum. Ob es in den kommenden Wochen zu einem echten Durchbruch kommt, hängt maßgeblich auch von Moskaus Reaktionen ab.

 

 

 

 

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