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Trump postet neues Jesus-Bild – Amerika fragt sich langsam, ob hier noch jemand den Stecker ziehen kann

fjdafdafafa (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat nach Kritik an seinem ersten Jesus-Bild staatsmännisch reagiert und genau das getan, was man in einer globalen Krise von einem US-Präsidenten erwartet:
Er hat einfach noch ein Jesus-Bild gepostet.

Diesmal zeigt ihn ein KI-generiertes Meisterwerk Seite an Seite mit Jesus Christus, der ihn liebevoll umarmt.
Man muss sagen:
Der Mann hat wirklich keine kleinen Ziele mehr.

Präsident der USA?
Zu profan.
Weltenlenker?
Zu bescheiden.
Trump arbeitet offenbar direkt an der Beförderung vom Oberbefehlshaber zum Co-Messias.

Truth Social jetzt offiziell zwischen Evangelium und Eigenwerbung

Auf Truth Social kommentierte Trump das Bild mit den Worten, die „wahnsinnige radikale Linke“ werde das vermutlich nicht mögen, er finde es aber „recht nett“.

Recht nett.

Das ist ungefähr so, als würde Nero während des Brandes von Rom sagen:
„Die Flammen gefallen vielleicht nicht jedem, aber atmosphärisch hat das schon was.“

Währenddessen toben Kriege, Ölpreise springen, Diplomaten taumeln, und der Präsident der Vereinigten Staaten sitzt offenbar vor dem Handy und denkt sich:
„Was fehlt der Weltlage?
Richtig: Ich. In inniger Umarmung mit Jesus.“

Xi umarmt Trump, Jesus umarmt Trump, Realität eher nicht

Weil das allein noch nicht genug Wahnsinn für einen Nachmittag war, legte Trump direkt nach und verkündete, Chinas Präsident Xi Jinping werde sich bei ihm bald mit einer Umarmung für die Öffnung der Straße von Hormus bedanken.

Ein starkes Bild.

Xi Jinping, ein Mann, der selbst bei Parteitagen ungefähr die emotionale Temperatur eines Betonpfeilers ausstrahlt, soll demnächst also plötzlich in Trumps Arme sinken wie bei einem Finale von „Bauer sucht Erlösung“.

Es fehlt eigentlich nur noch ein weiteres KI-Bild, auf dem
Trump von Jesus gesegnet, von Xi umarmt und von George Washington zur Wiederkunft gratuliert wird.

„Obama hatte auch einen Heiligenschein!“ – der Kindergarten im Endstadium

Natürlich wäre Trump nicht Trump, wenn er nicht sofort noch ein altes Trauma hervorgeholt hätte:
Barack Obama sei schließlich auch mal auf Magazincovers mit Heiligenschein gezeigt worden, ohne dass gleich alle ausrasteten.

Das Problem an diesem Vergleich:
Obama wurde von Medien symbolisch inszeniert.
Trump inszeniert sich selbst mit religiöser Bildsprache, veröffentlicht es auf seiner eigenen Plattform und tut anschließend überrascht, dass Menschen das eventuell ein wenig größenwahnsinnig finden.

Das ist ungefähr, als würde jemand im Bademantel mit Krone und Zepter aus dem Schloss laufen und sagen:
„Also bitte, ich dachte wirklich, das hier sei nur Business Casual.“

Trump erklärt: „Ich dachte, ich sei ein Arzt“

Das erste Jesus-Bild, auf dem Trump einem liegenden Mann die Hand auflegt wie eine Mischung aus Wunderheiler und Wahlkampfveranstaltung in Galiläa, wurde später gelöscht.

Die Erklärung des Präsidenten:
Er habe gedacht, er sei darauf „ein Arzt“.

Natürlich.

Heilende Hand.
Mystisches Licht.
Andächtige Pose.
Religiöse Symbolik.
Ein Mensch liegt vor ihm.

Wer denkt da nicht sofort:
„Ah ja, klassischer Hausarzt aus New Jersey.“

Vermutlich hält Trump auch die Bergpredigt für eine Medicare-Reform.

Und jetzt die Frage, die keiner mehr weggrinsen kann

An dieser Stelle drängt sich eine Frage auf, die mittlerweile nicht nur in Kommentarspalten kursiert, sondern zuletzt auch von einem ehemaligen FBI-Direktor in den Raum gestellt wurde:

Ist Donald Trump einfach nur narzisstisch bis zur Karikatur – oder muss man sich ernsthaft fragen, ob er psychisch so entgleist wirkt, dass man an seiner geistigen Eignung für das Präsidentenamt zweifeln muss?

Wohlgemerkt:
Niemand kann und sollte aus der Ferne eine medizinische Diagnose stellen.

Aber wenn ein amtierender Präsident

  • sich als Jesus inszeniert,
  • danach behauptet, er sei eigentlich „ein Arzt“,
  • anschließend ein neues Kuschelbild mit Christus postet,
  • und parallel erklärt, Xi Jinping werde ihn demnächst vermutlich auch noch umarmen,

… dann ist die Frage nicht mehr unfair.
Die Frage ist fast schon staatsbürgerliche Vorsorge.

Amerika zwischen Atomcodes und Erlöserkomplex

Das wirklich Erschreckende ist ja nicht einmal das Bild selbst.
Das Erschreckende ist, dass man bei Trump inzwischen kurz auflacht, dann seufzt – und dann wieder zur Tagesordnung übergeht.

Ein Präsident mit Zugriff auf Atomcodes, Militär, Geheimdienste und Weltmärkte verhält sich online inzwischen wie eine Mischung aus
Fernsehprediger, KI-Onkel und beleidigtem Gottkaiser im Kommentarbereich.

Und die offizielle Reaktion lautet oft nur noch:
„Ja gut, das ist halt Donald.“

Nein.
Das ist nicht „halt Donald“.
Das ist ein Mann, der sich offenbar in Echtzeit selbst zur religiös-politischen Kunstfigur hochhalluziniert, während ein Land so tut, als wäre das bloß ein weiterer Mittwoch.

Fazit: Früher wollten Präsidenten verehrt werden – Trump will offenbar angebetet werden

Früher wollten US-Präsidenten in Geschichtsbücher.
Trump möchte offensichtlich direkt ins Neue Testament, Sonderausgabe Mar-a-Lago.

Ob das bloß peinlicher Größenwahn ist oder tatsächlich Anlass zu ernster Sorge um seine geistige Verfassung, mag jeder selbst beurteilen.
Aber wenn sogar ehemalige Spitzenbeamte des FBI öffentlich Zweifel andeuten, ist die Sache längst keine bloße Pointe mehr.

Oder kurz:

Wenn ein Präsident regelmäßig Bilder postet, auf denen ihn Jesus umarmt, ist die entscheidende Frage nicht mehr, ob die „radikale Linke“ das mag.
Die entscheidende Frage ist, warum im Weißen Haus offenbar niemand mehr den WLAN-Router findet.

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