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Trump ersetzt MLK Day durch eigenen Geburtstag – US-Nationalparks streichen freien Eintritt an Gedenktagen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Mit einer Entscheidung, die für Stirnrunzeln sorgt, hat Ex-Präsident Donald Trump die Regelungen zu den gebührenfreien Tagen in US-Nationalparks für 2026 maßgeblich verändert. Die Folge: Martin Luther King Jr. Day (MLK Day) sowie der Juneteenth-Feiertag wurden gestrichen – dafür ist Trumps eigener Geburtstag am 14. Juni (zugleich Flag Day) neu aufgenommen worden.

Kein kostenloser Zugang mehr an Gedenktagen für Bürgerrechte

Normalerweise galt der MLK Day als einer der bedeutendsten Feiertage zur Erinnerung an den Bürgerrechtler Martin Luther King Jr., ebenso wie Juneteenth, der an das Ende der Sklaverei erinnert. Bisher war der Eintritt zu den US-Nationalparks an diesen Tagen frei – nun nicht mehr.

Die US-Innenbehörde (Department of the Interior) bestätigte auf Anfrage, dass die Änderung durch einen Präsidentenerlass erfolgt sei. Während MLK Day offiziell ein bundesweiter Feiertag bleibt, ist die gebührenfreie Parkregelung nicht gesetzlich festgeschrieben und kann durch Exekutiventscheidungen temporär geändert werden.

Trumps Geburtstag ersetzt Gedenktage – Kritik und Verwunderung

Stattdessen wird künftig der 14. Juni – Trumps Geburtstag – als kostenloser Eintrittstag gefeiert. Das Datum ist zwar auch Flag Day, aber kein gesetzlicher Feiertag. Trump selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt beklagt, „nicht genügend Anerkennung“ für seine Verdienste zu erhalten.

Diese Änderung ruft massive Kritik hervor – nicht nur von Bürgerrechtlern, sondern auch von Tourismusverbänden und Umweltschützern. Viele sehen darin einen bewussten Versuch, historische Gedenktage für Afroamerikaner zu verdrängen und durch persönliche Symbolik zu ersetzen.

Was bedeutet das für Besucher?

Ab 1. Januar 2026 kostet der Jahrespass für US-Nationalparks 80 US-Dollar für US-Bürger und 250 Dollar für Nicht-US-Bürger. Ohne Jahrespass müssen ausländische Besucher künftig 100 Dollar pro Person Eintritt für 11 der meistbesuchten Parks zahlen – zusätzlich zur regulären Parkgebühr.

Nur noch acht gebührenfreie Tage bleiben bestehen – darunter:

  • Präsidententag (Februar)

  • Memorial Day (Mai)

  • Trumps Geburtstag/Flag Day (14. Juni)

  • Unabhängigkeitstag-Wochenende (3.–5. Juli)

  • Verfassungstag (17. September)

  • Veteranentag (11. November)

MLK Day bleibt Feiertag – aber ohne Privilegien

Obwohl der Feiertag nicht gestrichen wurde – er fällt 2026 auf den 19. Januar – bleiben Postämter, Banken und Schulen in vielen Bundesstaaten wie gewohnt geschlossen. Der Unterschied: Nationalparks kosten Eintritt, und es gibt keine besonderen Aktionen oder Gedenkveranstaltungen von staatlicher Seite mehr.

Fazit: Symbolpolitik statt Gedenken?

Die Entscheidung, MLK Day und Juneteenth aus dem Kreis der freien Nationalparktage zu entfernen, dürfte eine neue politische und gesellschaftliche Debatte entfachen. Für viele Kritiker steht fest: Trump setzt seine persönliche Agenda über historisches Gedenken.

Für Reisende heißt das: Wer 2026 in die USA reist, sollte sich auf höhere Eintrittspreise und weniger kostenfreie Kulturerlebnisse einstellen – es sei denn, sie feiern am liebsten am 14. Juni.

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