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Travis Kelce landet einen Millionen-Fumble

BrightPixelsStudio (CC0), Pixabay
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Auf dem Footballfeld fängt Travis Kelce (36) fast jeden Ball – bei diesem Investment griff der NFL-Star allerdings offenbar daneben. Der Ehemann von Pop-Ikone Taylor Swift (36) soll zu den Anlegern gehören, die durch ein Schneeballsystem Millionen verloren. Bekannt wurde das ausgerechnet vor Gericht.

Im Zentrum des Finanz-Dramas steht Siddharth „Sid“ Jawahar (38), Mitgründer der Investmentfirma Swiftarc Capital. Und bevor jetzt jemand Taylor Swift verdächtigt: Der Firmenname hat nichts mit der Sängerin zu tun. Das ist lediglich ein ziemlich kurioser Zufall.

Ein US-Bundesgericht verurteilte Jawahar zu elf Jahren Gefängnis. Außerdem soll er insgesamt 31,35 Millionen Dollar an geschädigte Anleger zurückzahlen. Einer von ihnen: Travis Kelce. Wie viel der Chiefs-Star investiert hatte, bleibt bislang allerdings unter Verschluss. Anders gesagt: Der Ball ist weg, aber niemand verrät, wie teuer er war.

Gewinne versprochen, Verluste versteckt

Die Masche soll bereits 2016 begonnen haben. Jawahar lockte Anleger laut Gericht mit satten Renditen. Das Geld wurde jedoch offenbar nicht breit gestreut, sondern zu einem großen Teil auf eine einzige Karte gesetzt: Philip Morris Pakistan.

Diese Karte erwies sich als finanzieller Rohrkrepierer. Als das Investment kräftig an Wert verlor, soll Jawahar seinen Kunden davon nichts erzählt haben. Statt roter Zahlen präsentierte er ihnen weiterhin eine rosarote Rendite-Welt.

Um die schöne Fassade aufrechtzuerhalten, soll Geld neuer Investoren verwendet worden sein. Das Prinzip nennt sich Ponzi-Schema: Alte Anleger werden mit dem Geld neuer Anleger ausgezahlt – bis irgendwann mehr Löcher als Millionen vorhanden sind.

Benannt ist die Masche nach Charles Ponzi (†67), der sie Anfang des 20. Jahrhunderts berühmt-berüchtigt machte. Nachhaltig ist daran höchstens der Ärger.

Privatjets statt Profit

Besonders pikant: Mehr als 35 Millionen Dollar sollen aus Swiftarc abgeflossen sein. Tatsächlich investiert wurden laut Ermittlern aber lediglich rund zehn Millionen.

Der Rest landete demnach nicht etwa in cleveren Zukunftsgeschäften, sondern finanzierte ein sehr gegenwärtiges Luxusleben: Privatjets, edle Hotels und Wohnungen, Designer-Kleidung sowie Mitgliedschaften in exklusiven Clubs. Die Anleger erwarteten Rendite – bekommen haben offenbar vor allem andere den Zimmerservice.

Kelce in ungewohnter Verliererrolle

Für Travis Kelce ist Verlieren eigentlich keine Kernkompetenz. Der Tight End der Kansas City Chiefs gewann dreimal den Super Bowl, wurde elfmal für den Pro Bowl nominiert und stand in mehr als 190 NFL-Spielen auf dem Platz.

Beim Thema Geldanlage halfen ihm Touchdowns, Trophäen und Taylor-Songs jedoch wenig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Kelce außerdem längst nicht das einzige prominente oder vermögende Opfer.

Finanziell dürfte der Verlust für den Football-Star verkraftbar sein. Sein Vermögen wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Angenehm ist die Sache trotzdem nicht. Denn selbst mit drei Super-Bowl-Ringen sieht ein Millionen-Fumble ziemlich unglücklich aus.

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