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Trauriges Update aus Stade: Zahl der Todesopfer steigt auf sechs

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die Gewalttat in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, erlag eine zunächst schwer verletzte Person im Krankenhaus ihren Verletzungen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf insgesamt sechs.

Nach bisherigen Erkenntnissen starben fünf Menschen bereits am Tatort, eine weitere Person später in einer Klinik. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Ermittler ausschließlich um Erwachsene – vier Frauen und einen Mann sowie das nun verstorbene sechste Opfer. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Polizei spricht von möglicher Familientragödie

Die Hintergründe der Bluttat sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei deutet derzeit vieles auf eine sogenannte „erweiterte Familientragödie“ hin. Ein politisches Motiv oder ein Femizid stünden nach aktuellem Stand nicht im Fokus der Ermittlungen. Das Motiv werde vielmehr im Umfeld der betroffenen Jugendhilfeeinrichtung vermutet.

Offiziell bestätigt wurden diese Einordnungen vom NDR auf Nachfrage bislang jedoch nicht.

Tatverdächtiger festgenommen

Ein mutmaßlicher Haupttäter wurde noch am Tatort festgenommen. Darüber hinaus befinden sich zwei weitere Personen in polizeilichen Maßnahmen. Ob gegen sie ebenfalls ermittelt wird oder welche Rolle sie im Geschehen gespielt haben könnten, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Mutter-Kind-Einrichtung betroffen

Die Schüsse fielen in einer Jugendhilfeeinrichtung in der Dankersstraße. Dort werden junge Mütter mit ihren Kindern betreut und begleitet. Ob die Tat in direktem Zusammenhang mit der Einrichtung steht, ist bislang unklar.

Die Spurensicherung dauert weiterhin an. Zahlreiche Kriminaltechniker sichern Beweise am Tatort.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei Niedersachsen hat inzwischen ein Hinweisportal eingerichtet. Zeugen können dort Fotos, Videos oder sonstige Beobachtungen – auch anonym – hochladen, um die Ermittlungen zu unterstützen.

Zugleich warnen die Ermittler eindringlich davor, unbestätigte Informationen oder Gerüchte in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten weiterzuverbreiten. Viele der derzeit kursierenden Behauptungen entsprächen ausdrücklich nicht dem gesicherten Ermittlungsstand.

Für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Polizei keine weitere Gefahr. Am Abend will die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand informieren.

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