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Trauriges Ende für Timmy

HtcHnm (CC0), Pixabay
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Der Kampf um das Leben des Buckelwals aus der Ostsee ist verloren. Wie die dänische Umweltschutzbehörde bestätigte, handelt es sich bei dem vor der Insel Anholt entdeckten toten Wal tatsächlich um jenes Tier, das seit Wochen viele Menschen bewegt hatte. Der Buckelwal war Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gesichtet worden und strandete danach mehrfach an den Küsten von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Hoffnung, dem geschwächten Tier doch noch ein Überleben in Freiheit zu ermöglichen, ist damit endgültig erloschen. Erst ein am Kadaver entdeckter Sender brachte die traurige Gewissheit. Die Seriennummer stimmte mit jenem Ortungsgerät überein, das dem Wal während der Rettungsaktion angebracht worden war.

Anfang Mai war der Meeressäuger von einer privaten Initiative mit großem Aufwand aus der Ostsee in Richtung Nordsee transportiert worden. Auf einem mit Wasser gefüllten Lastkahn wurde das Tier durch dänische Gewässer bis ins offene Meer gebracht und schließlich im Skagerrak freigelassen. Danach verlor sich jede Spur. Das GPS-Signal blieb aus, Beobachtungen gab es keine mehr.

Schon damals hatten zahlreiche Experten die Chancen des Wals als äußerst gering eingeschätzt. Der Buckelwal galt als schwer geschwächt und vermutlich krank. Tierschutzorganisationen warnten davor, dass das Tier die Strapazen des Transports kaum überstehen könne. Dennoch entschieden sich die Beteiligten für den Versuch, dem Wal eine letzte Chance zu geben.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus verteidigte die Rettungsaktion trotz des tragischen Ausgangs. Man habe die geringe Hoffnung auf ein Überleben nicht einfach aufgeben wollen. Wenn es um ein Leben gehe, müsse auch die kleinste Möglichkeit genutzt werden, sagte der Minister. Zugleich mahnte er, die Ereignisse sollten Anlass sein, Natur- und Klimaschutz ernster zu nehmen.

Der Tod des Buckelwals hatte schon während der Rettungsversuche eine breite Debatte ausgelöst. Während viele Menschen Anteil am Schicksal des Tieres nahmen und die Aktion unterstützten, äußerten Wissenschaftler teils deutliche Kritik. Einige Experten sprachen von unnötigem Leid für ein Tier, dessen Überlebenschancen praktisch nicht mehr vorhanden gewesen seien.

Nun treibt der Kadaver weit vor der dänischen Küste im Meer. Die Behörden sehen derzeit keinen Anlass, das tote Tier zu bergen. Möwen kreisen bereits über dem leblosen Körper des Buckelwals – ein stilles und trauriges Ende eines Schicksals, das über Wochen viele Menschen bewegt hatte.

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