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Tragödie im „Bärenland“: Vermisster Wanderer in Montana offenbar von Grizzly getötet

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Im Glacier-Nationalpark im US-Bundesstaat Montana ist ein vermisster Wanderer offenbar Opfer einer tödlichen Bärenattacke geworden. Wie die Behörden mitteilten, wurden die sterblichen Überreste des 33-jährigen Anthony Pollio aus Florida in einem dicht bewaldeten Gebiet entdeckt.

Die Verletzungen deuteten laut National Park Service eindeutig auf eine Begegnung mit einem Bären hin. Der betroffene Wanderweg wurde inzwischen gesperrt.

Pollio galt seit Sonntag als vermisst. Such- und Rettungsteams hatten tagelang nach ihm gesucht, bevor sie den grausigen Fund machten. Welche Bärenart genau beteiligt war, ist bislang nicht offiziell bestätigt worden. Im Glacier-Nationalpark leben jedoch besonders viele Grizzlybären sowie Schwarzbären.

Der Park gilt seit Jahrzehnten als sogenanntes „Bear Country“ – also als Gebiet mit hoher Bärenpopulation. Warnschilder gehören dort praktisch zur Standardausstattung entlang der Wanderwege.

Tödliche Angriffe sind dennoch äußerst selten. Nach Angaben der Behörden ereignete sich der letzte tödliche Bärenangriff im Glacier-Nationalpark bereits 1998. Die letzte registrierte Verletzung durch einen Bären stammt aus dem vergangenen Jahr.

Wildtierexperten warnen allerdings seit längerem davor, dass Bären zunehmend ihre Scheu vor Menschen verlieren. Gründe seien unter anderem Essensreste an Campingplätzen sowie die zunehmende Nähe menschlicher Aktivitäten zu natürlichen Lebensräumen.

Statistisch bleiben tödliche Bärenangriffe in Nordamerika selten: Zwischen 1900 und 2009 wurden laut einer Studie lediglich 63 Todesfälle durch Schwarzbären dokumentiert. Begegnungen mit Grizzlys gelten allerdings als deutlich gefährlicher.

Für Besucher des Parks gelten daher strenge Regeln: Lebensmittel müssen gesichert werden, Wanderer sollen in Gruppen unterwegs sein und Bärenspray mitführen.

Für Anthony Pollio kam jede Vorsichtsmaßnahme offenbar zu spät.

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