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Tonalität und die Streisand-Falle

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Das Wort Tonalität ist wunderschön. Es bekam eine besondere Bedeutung im Rahmen von Chefredakteuren und ihren Positionen.

Der berühmte Barbara Streisand Effekt beschreibt wie große Player, also Großkonzerne oder berühmte Menschen, gegen weniger mächtige Personen vorgehen und dabei verlieren.

Die Waffe ist nicht mehr, wie bei David und Goliath, ein Stein. Der Stein wurde durch das Internet ersetzt.

Beredsame Beispiele sind etwa der Ikea Konzern, welcher einen Programmierer verklagte und dabei verlor.

Ein anderes Beispiel ist Barbra Streisand, welche Bilder von einem Fotografen löschen lassen wollte. Sie verklagte den armen Kerl auf 50.000.000 $-und verlor!

Der ehemalige thailändische König Bhumibol etwa ließ im Jahre 2007 YouTube sperren, weil er angeblich auf einem Video beleidigt worden wäre. Daraufhin entstanden noch mehr beleidigende Videos im Internet.

Weil ein E-Sports-Profi im Jahre 2019 bei einem Livestream Entertainment von Blizzard dazu aufruft Hongkong bei den Protesten zu unterstützen wird er gesperrt. Erst dadurch erreicht der Aufruf eine noch größere Reichweite und viele Spieler begannen Blizzard zu boykottieren. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Die Psychologie dabei ist eine einfache. Sie wird immer wieder auch in Filmen angewandt. Der scheinbar Schwache wird zuerst gedemütigt und mundtot gemacht. Daraufhin beginnt er sich zu emanzipieren und gewinnt am Ende gegen den Starken. Die Sympathien sind natürlich auf seiner Seite.

Jeder Zuschauer identifiziert sich, beinahe automatisch, mit dem vermeintlich Schwachen. Auch in Disney Filmen ist dies eine beliebte Strategie. Donald Duck etwa ist der personifizierte Looser und dennoch genießt er die größten Sympathien des Publikums.

Gegenwärtig ist dabei die klügste Strategie aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu generieren. Es ist kaum gegen die Psychologie, welche hier im Spiel ist, zu gewinnen außer man dreht den Spieß um. Es ist reichlich unklug gegen den vermeintlich Schwachen zu opponieren. Im Gegenteil! Man sollte ihn unterstützen. Erst dadurch gewinnt man die Sympathien des Publikums.

So wäre es ratsam gewesen, etwa für Ikea, dem kleinen Programmierer Hilfen anzubieten und Spiel interessanter zu gestalten bzw. damit darauf Einfluss nehmen zu können.

Für Barbra Streisand hätte eine ähnliche Strategie genauso gut zu einem glücklicheren Ausgang für ihren Prozess geführt. Eigentlich sind hier die Grundprinzipien der Medienwirksamkeit am Werke. Es sind elementare, psychische Prozesse, welche den Verlauf der Dinge grundlegend verändern können.

Auch Goliath hätte sich nicht gedacht, dass der kleine David nur einen Stein braucht um ihn zu besiegen. David wurde zum König und Goliath versank in der Bedeutungslosigkeit.

 

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