Verdacht auf Betrug und Geldwäsche – Razzia bei Goldhändler TGI
Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat die Firmenzentrale in Vaduz durchsucht. Die Behörde verdächtigt mehrere Personen schwerer Verbrechen. Der Goldhändler äußerte sich zunächst nicht. Lars-Marten Nagel 04.06.2026 – 11:00 Uhr Artikel anhörenfür Abonnenten verfügbar
Berlin. Die Lage beim umstrittenen Goldhändler TGI AG aus Vaduz eskaliert. Fahnder der Staatsanwaltschaft in Liechtenstein haben am Dienstag die Firmenzentrale durchsucht. Die Strafverfolger ermitteln gegen mehrere Personen, die sie „des gewerbsmäßig schweren Betrugs“, „der Geldwäscherei“ und „des Vergehens gegen das Bankengesetz“ verdächtigen. Die Razzia bestätigte die Behörde am Mittwochabend.
Beim Fürstlichen Landgericht seien auf Antrag der Staatsanwaltschaft Vorerhebungen eingeleitet worden, die „in Bezug auf die Vorgänge um die TGI AG“ stehen, teilten die Strafverfolger mit. Weitere Auskünfte könnten dazu nicht erteilt werden, hieß es. „Nach derzeitiger Einschätzung stehen umfangreiche Ermittlungen bevor“, teilten sie weiter mit. Für die Verdächtigen gelte die Unschuldsvermutung.
Zur kurzfristigen Stellungnahme sah sich der Goldhändler zunächst nicht in der Lage: „Die von Ihnen angesprochenen Sachverhalte befinden sich derzeit noch in interner Abstimmung sowie rechtlicher Prüfung“, teilte TGI auf Anfrage mit. Die zuständigen Ansprechpartner stünden „aufgrund des Feiertags am Firmensitz“ aktuell nur eingeschränkt zur Verfügung. Am Freitag wolle sich das Unternehmen äußern, hieß es.
https://landesspiegel.li/2026/06/hausdurchsuchung-bei-goldhaendler-tgi-ag-in-vaduz/