Startseite Allgemeines Test zum Thema „Lombardium“
Allgemeines

Test zum Thema „Lombardium“

Teilen

Die Staats­anwalt­schaft Hamburg hat die Geschäfts­räume der Firmen um das Hamburger Pfandleih­haus Lombardium wegen des Verdachts auf systematischen Anla­gebetrug durch­sucht. Anleger, die über Fonds­gesell­schaften dort Geld angelegt haben, müssen um ihre Einlagen fürchten. test.de informiert.

Laut Staats­anwalt­schaft Hamburg besteht der Verdacht, dass die Pfandleih­hausfonds-Modelle Schroeder Lombard, Lombard Plus, Lombard Classic, Lombard Classic 2 und Lombard Classic 3, die über die Fonds­gesell­schaften Erste Oder­felder GmbH & Co. KG sowie die Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG einge­sammelt wurden, zweck­widrig verwendet wurden. Das von den Gesell­schaften bei Anlegern über stille Beteiligungen einge­sammelte Geld sollte durch Kredit­vergabe an die Pfandleih­haus Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG angelegt werden. Lombardium ist ein Pfandleih­haus für Luxusgüter. Reiche können dort Motor­yachten, Kunst­gegen­stände, Schmuck­stücke, Edelsteine und Uhren verpfänden. Die Pfandsache wird von Lombardium beliehen. Die Kreditnehmer zahlen monatlich Zinsen und Gebühren. Anlegern wurde für eine Lauf­zeit von drei Jahren eine jähr­liche Rendite von zum Beispiel 7 Prozent Zinsen versprochen.

Bis Dezember 2015 belieh Lombardium auch Inha­berg­rund­schuld­briefe und Inhaber­aktien. Dieses Kredit­geschäft musste Lombardium jedoch einstellen, da die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) den Betrieb untersagte und die Abwick­lung anordnete. Nach Angaben von Katja Fohrer, Fach­anwältin für Bank- und Kapitalmarkt­recht in der Münchner Kanzlei Mattil & Kollegen, wurden für das Pfandleih­haus Lombardium Hamburg über den Fonds Erste Oder­felder GmbH & Co. KG und Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG Anlegergelder in zwei­stel­liger Millionenhöhe einge­sammelt. Die Beteiligungs­modelle habe die Firma Fidentum GmbH entwickelt, über deren Vermögen bereits im Dezember 2015 das Insolvenz­verfahren eröffnet wurde.

https://www.test.de/Anlagebetrug-Staatsanwaltschaft-durchsucht-Pfandhaus-Lombardium-5034071-0/

1 Komment

  • Was ich mir durchaus vorstellen könnte,wäre dass frühere Mitarbeiter aus
    diesem Unternehmen mal aus dem Nähkästchen plaudern könnten.

    Diese müssten doch zu finden sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

„Thoughtleader aus dem Promptkasten“ – Ein Krisengipfel zur KI in der Politik

Teilnehmer: Gem Bödemir, Robert Rabeck, Hennes Spaan und Alice Eidel Moderator: Willkommen...

Allgemeines

Peer Steinbrücks AfD-Strategie: Realpolitischer Ansatz oder gefährlicher Irrweg?

Die Aussagen des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück sorgen für Diskussionen. Während viele...

Allgemeines

KI zu schlau für die Menschheit: Anthropic schaltet eigenes Wunderhirn vorsichtshalber ab

Kaum war die neue Super-KI „Claude Fable 5“ auf dem Markt, musste...

Allgemeines

„TGI AG muss jetzt vollständige Transparenz schaffen“ – Rechtsanwalt Daniel Blazek zur Lage nach den Maßnahmen von BaFin und FMA

Die TGI AG steht nach mehreren Maßnahmen von Finanzaufsichtsbehörden in Deutschland, Österreich...