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Tesla liefert erneut weniger Fahrzeuge aus – Musk im Streit mit Trump

JACLOU-DL (CC0), Pixabay
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Der US-Elektroautohersteller Tesla hat im zweiten Quartal des Jahres einen Rückgang der Fahrzeugauslieferungen um 14 Prozent gemeldet. Mit rund 384.000 ausgelieferten Fahrzeugen zwischen April und Juni verzeichnet das Unternehmen damit den zweiten Quartalsrückgang in Folge.

Neben wachsender Konkurrenz – etwa durch den chinesischen Hersteller BYD – machen Analysten auch politische Turbulenzen rund um Tesla-Chef Elon Musk für die schwachen Zahlen verantwortlich.

Politische Spannungen mit Trump-Regierung

Musk hatte kurzzeitig eine Rolle als sogenannter „Government Efficiency Czar“ in der Trump-Administration inne, verließ diese jedoch wenig später wieder. Seitdem ist es zu einem öffentlichen Streit zwischen Musk und Präsident Trump gekommen, unter anderem über ein groß angelegtes Ausgabenpaket der Regierung, das Subventionen für Elektrofahrzeuge kürzen könnte.

Trump drohte auf seiner Plattform mit der Streichung von Fördergeldern für Musks Firmen und schlug sogar scherzhaft vor, man könne „DOGE“ (Department of Government Efficiency) einsetzen, um „massiv Geld zu sparen“. Musk konterte prompt: „Ich sage: Streicht alles. Jetzt.“

Trump warf Musk vor, sich nur deshalb zu widersetzen, weil die geplante Gesetzesänderung Steueranreize für E-Autos abschaffen würde: „Er ist sehr aufgebracht, weil er seine EV-Subventionen verlieren könnte.“

Reaktionen der Börse und Analysten

Während Anleger das Auslieferungsvolumen genau beobachten, sehen manche Analysten die Entwicklung gelassen. Gene Munster von Deepwater Asset Management schrieb auf Musks Plattform X: „Die gute Nachricht: Die 14 % könnten den Tiefpunkt markieren.“ Für das dritte Quartal rechne er mit einem Rückgang von 10 %, im vierten Quartal mit stabilen Zahlen.

Ein kurzfristiger Verkaufsanstieg sei möglich, da Kunden versuchen könnten, noch vor Ablauf der Subventionen ein Elektroauto zu erwerben.

Autonomes Fahren als Hoffnungsträger

Tesla setzt zunehmend auf die Entwicklung von Robotaxis, deren Testbetrieb im Juni in Austin, Texas angelaufen ist. Laut Munster könnte das Projekt entscheidend dafür sein, wie Investoren das Unternehmen künftig bewerten: „Wenn beim autonomen Fahren sichtbare Fortschritte erzielt werden, wird der Markt auch stagnierende Auslieferungszahlen akzeptieren.“

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