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Strukturvertrieb oder Netzwerkmarketing

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Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) informiert in der neuen Ausgabe ihrer Verbraucherinformationsreihe „Reden wir über Geld“ zum Thema Strukturvertrieb, und warnt Verbraucherinnen und Verbraucher davor Abzockern zum Opfer zu fallen.

Strukturvertrieb, auch als Netzwerkmarketing oder Multi-Level-Marketing bekannt, ist eine Form des Direktvertriebs, bei dem Kunden als selbständige Vertriebspartner weitere Kunden anwerben. Merkmale für einen Strukturvertrieb im finanznahen Bereich sind hohe Einstiegsinvestments, die Aussicht, sehr viel Geld verdienen zu können, sowie die Aufforderung zum weiteren Vertrieb der Produkte an Freunde und Bekannte. Der Grat zwischen Seriosität und Betrug ist bei solchen Modellen sehr schmal – Interessierte sollten vor einem Investment unbedingt hinterfragen, ob das vertriebene Produkt an sich tatsächlich werthaltig ist.

Warnsignale für unseriöse Modelle sind beispielsweise große Veranstaltungen und Feste in Top-Locations, die Betonung des Gemeinschaftsgefühls und Darstellung des Systems als neue Bewegung, und Belohnungssysteme in denen Reisen, Autos etc. angeboten werden. Auch der Vertrieb von Webinaren und Trading-Signalen anstelle von realen Produkten ist ein Alarmsignal.

Die FMA hat nur dann Handlungsmöglichkeiten, wenn es sich bei den vertriebenen Produkten um Finanzinstrumente handelt oder wenn eine Anlageberatung stattfindet, ohne dass die erforderliche Konzession vorhanden ist. Bei den allermeisten der FMA bekannten Modellen handelt es sich allerdings um keine konzessionspflichtigen Dienstleistungen – dennoch macht die FMA darauf aufmerksam, dass große Vorsicht geboten ist und warnt Verbraucherinnen und Verbraucher davor Opfer von Betrügern zu werden.

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