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Strippenzieher

jorono (CC0), Pixabay
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Der iranische General Ahmad Vahidi rückt im aktuellen Konflikt um Iran zunehmend ins Zentrum der Macht. Während die Verhandlungen mit den USA weiter feststecken, gilt der Hardliner inzwischen als einer der wichtigsten Strippenzieher innerhalb des iranischen Machtapparates.

Vahidi übernahm die Führung der Revolutionsgarden nach dem Tod seines Vorgängers Mohammad Pakpour, der bei US-israelischen Angriffen Ende Februar getötet worden war. Seitdem gehört der General zu den einflussreichsten Stimmen in Teheran.

Der 1958 in Shiraz geborene Vahidi gilt als kompromissloser Gegner einer Annäherung an Washington. Experten beschreiben ihn sogar als noch radikaler als seinen Vorgänger. Beobachter gehen davon aus, dass er hinter den Kulissen erheblichen Einfluss auf die iranische Kriegs- und Verhandlungsstrategie ausübt.

Besonders brisant:
Der General wird von Interpol gesucht. Ihm wird eine Beteiligung am Bombenanschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Buenos Aires im Jahr 1994 vorgeworfen, bei dem 85 Menschen getötet wurden. Außerdem steht er seit Jahren auf Sanktionslisten der USA. Zusätzlich wird Vahidi von den Vereinigten Staaten für das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten nach dem Tod der jungen Iranerin Mahsa Amini verantwortlich gemacht. Das US-Finanzministerium wirft ihm vor, Sicherheitskräfte unterstützt zu haben, die brutal gegen Protestierende vorgingen.

Innerhalb des iranischen Machtapparates gehört Vahidi zu jener Generation von Revolutionsgarden-Kommandeuren, die durch den Iran-Irak-Krieg geprägt wurden und bis heute einen extrem konfrontativen Kurs gegenüber dem Westen vertreten.

Nach Einschätzung westlicher Experten soll Vahidi aktuell zu denjenigen gehören, die im Zweifel sogar eine weitere militärische Eskalation mit den USA in Kauf nehmen würden. Entsprechend scharf fielen zuletzt auch seine öffentlichen Drohungen aus. Er warnte, jeder weitere Angriff auf iranisches Territorium werde „verheerende Schläge“ nach sich ziehen.

Gleichzeitig wächst international die Sorge, dass die Tötung führender iranischer Kommandeure durch Israel und die USA nicht zu einer moderateren Führung geführt hat – sondern vielmehr radikalere Kräfte weiter gestärkt wurden.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erneut mit militärischen Maßnahmen gegen Iran gedroht, falls keine Einigung erzielt werde. Teheran lehnt bislang jedoch zentrale Forderungen der USA ab, insbesondere beim Thema Urananreicherung.

Die Situation bleibt damit hochgefährlich. Beobachter befürchten, dass Hardliner wie Ahmad Vahidi den Einfluss gemäßigter Kräfte weiter zurückdrängen und eine neue Eskalation im Nahen Osten wahrscheinlicher machen könnten.

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