Nach der historischen Wahlschlappe der Labour-Partei gerät Großbritanniens Premier Keir Starmer immer stärker unter Druck. Während König Charles im Parlament bereits die nächsten Regierungspläne verlas, ist unklar, ob Starmer diese überhaupt noch selbst umsetzen wird.
Medienberichten zufolge könnte Gesundheitsminister Wes Streeting nun einen Machtkampf auslösen. Angeblich prüfen bereits mehr als 80 Labour-Abgeordnete offen einen Aufstand gegen den Parteichef – ausgerechnet jene Partei, die eigentlich Stabilität versprochen hatte.
Starmer gibt sich noch kämpferisch und warnt vor den wirtschaftlichen Folgen eines internen Bürgerkriegs. Die Finanzmärkte reagierten trotzdem nervös, britische Staatsanleihen gerieten unter Druck.
Als mögliche Nachfolger werden neben Streeting auch Angela Rayner und Manchester-Bürgermeister Andy Burnham gehandelt. Gleichzeitig stellen sich mehr als 100 Labour-Abgeordnete demonstrativ hinter Starmer – vermutlich aus Angst davor, dass der Streit nur einem wirklich hilft: Nigel Farage.
Dessen Partei Reform UK feierte bei den Regionalwahlen massive Zugewinne und verdrängte Labour in Teilen des Landes auf historische Tiefstände. In Wales landete die einstige Arbeiterpartei sogar nur noch auf Platz drei.
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