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Starbucks-Mitarbeiter verklagen Unternehmen wegen neuer Kleiderordnung und fehlender Kostenerstattung

riuzzang (CC0), Pixabay
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In den USA sehen sich die Kaffeehauskette Starbucks und ihre Führung erneut mit juristischem Widerstand konfrontiert: Beschäftigte in drei Bundesstaaten haben Sammelklagen eingereicht und Beschwerden bei Behörden erhoben. Hintergrund ist eine neue Kleiderordnung, die nach Ansicht der Angestellten Kosten verursacht, die eigentlich vom Arbeitgeber übernommen werden müssten.

Klagen in Illinois und Colorado, Beschwerde in Kalifornien

Am 17. September reichten drei Mitarbeiter, unterstützt von der Gewerkschaft, Sammelklagen in Illinois und Colorado ein. Parallel dazu legten Beschäftigte in Kalifornien Beschwerden bei der staatlichen Arbeits- und Entwicklungsbehörde ein. Sollte die Behörde nicht selbst gegen Starbucks vorgehen, kündigten die Kläger an, auch dort eine Sammelklage einzureichen.

Laut Gerichtsdokumenten hatten mehrere Angestellte versucht, sich die Kosten für die Einhaltung der neuen Bekleidungsvorschriften von Starbucks erstatten zu lassen – bislang ohne Erfolg.

Neue Vorschriften seit Mai in Kraft

Die umstrittene Kleiderordnung trat im Mai in Kraft. Seitdem müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein einfarbig schwarzes T-Shirt unter dem bekannten grünen Starbucks-Schurz tragen. Das Shirt darf kurz- oder langärmelig sein, jedoch nicht ärmellos und keinen Bauch freilegen.

Für die Beschäftigten bedeutet das in der Praxis zusätzliche Anschaffungen, da vorhandene Kleidungsstücke oft nicht mehr den Anforderungen entsprechen. Nach Auffassung der Kläger liegt der Hauptnutzen dieser Regelung klar beim Arbeitgeber – und damit auch die Pflicht zur Kostenerstattung.

Gewerkschaftliche Unterstützung

Die Klagen sind Teil eines breiteren Konflikts zwischen Starbucks und Teilen seiner Belegschaft. Seit Jahren kämpfen Beschäftigte in zahlreichen Filialen um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Die Gewerkschaft sieht in den neuen Dresscode-Vorschriften ein weiteres Beispiel dafür, wie das Unternehmen Kosten auf die Mitarbeiter abwälzt, statt sie selbst zu tragen.

Reaktion des Unternehmens noch offen

Starbucks selbst hat sich zu den aktuellen Verfahren bislang nicht im Detail geäußert. Beobachter erwarten jedoch, dass das Unternehmen versuchen wird, die Klagen abzuwehren und auf interne Richtlinien zu verweisen. Sollte ein Gericht jedoch feststellen, dass die Dresscode-Regelung eine arbeitgeberseitige Pflicht zur Kostenerstattung nach sich zieht, könnte dies Signalwirkung für zahlreiche weitere Filialen und Branchen haben.

Bedeutung über Starbucks hinaus

Der Streit wirft ein Schlaglicht auf ein grundsätzliches Problem im US-Arbeitsrecht: Wer trägt die Kosten, wenn Arbeitgeber bestimmte Vorgaben zur Arbeitskleidung machen? Während in manchen Branchen Uniformen gestellt werden, versuchen andere Unternehmen, die Anschaffungskosten auf ihre Beschäftigten zu übertragen.

Sollten die Klagen gegen Starbucks Erfolg haben, könnte dies ein Präzedenzfall werden, der weit über das Unternehmen hinausreicht. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre es ein weiterer Schritt, ihre Rechte in einem traditionsgemäß arbeitgeberfreundlichen Umfeld zu stärken.

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