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Spieler-Protest bei den French Open endet vorerst

Felix1999 (CC0), Pixabay
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Kurz vor Beginn der French Open in Paris haben viele Topspieler mit einem ungewöhnlichen Protest für Aufmerksamkeit gesorgt. Zahlreiche Stars der Tennis-Welt beschränkten ihre Medienauftritte am Freitag bewusst auf nur 15 Minuten – als symbolischen Hinweis auf die aus ihrer Sicht zu geringe Beteiligung der Spieler an den Einnahmen der Grand-Slam-Turniere.

Hintergrund des Konflikts ist die Forderung der Profis nach einem größeren Anteil am Milliarden-Geschäft des Profitennis. Aktuell fließen durchschnittlich etwa 15 Prozent der Einnahmen der Grand Slams in die Preisgelder. Genau auf diese Zahl spielte die Protestaktion an.

Nach Gesprächen mit dem französischen Tennisverband FFT scheint die Lage jedoch vorerst entschärft. Vertreter der Spieler erklärten, dass nie ein dauerhafter Boykott während des gesamten Turniers geplant gewesen sei. Stattdessen wolle man den Druck erhöhen und weitere Verhandlungen führen. Die FFT zeigte sich gesprächsbereit und sprach von einem „konstruktiven Dialog“.

Die Spieler fordern neben höheren Preisgeldern auch mehr Mitspracherecht bei Themen wie Turnierplanung, Belastungssteuerung und organisatorischen Entscheidungen. Zudem wünschen sie sich zusätzliche Einzahlungen der Grand Slams in einen gemeinsamen Vorsorge- und Unterstützungsfonds für Profis.

Besonders spannend dürfte nun der Blick auf Wimbledon werden. Dort soll am 11. Juni das Preisgeld für das diesjährige Turnier bekanntgegeben werden. Die Spieler verlangen, dass künftig 16 Prozent der Einnahmen an die Profis ausgeschüttet werden. Für Wimbledon würde das eine massive Erhöhung der Preisgelder bedeuten.

Trotz der vorläufigen Entspannung gilt der Streit damit keineswegs als beendet. Weitere Protestaktionen bei Wimbledon gelten bereits als möglich, falls sich die Grand-Slam-Veranstalter bei den Forderungen der Spieler nicht deutlich bewegen.

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