Die Aktie von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat rund einen Monat nach ihrem spektakulären Börsenstart erstmals kurz Bodenkontakt aufgenommen. Im US-Handel fiel der Kurs zeitweise auf etwa 133 Dollar und damit unter den Ausgabepreis von 135 Dollar.
Bis zum Börsenschluss gelang jedoch die erfolgreiche Rückkehr über die entscheidende Marke. Die Mission „Ausgabepreis halten“ kann damit vorerst als knapp geglückt gelten.
Dabei hatte alles äußerst dynamisch begonnen. Am ersten Handelstag schloss die Aktie mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar. Anschließend trieben unter anderem begeisterte Privatanleger den Kurs bis auf 225 Dollar. Offenbar reichte bereits die Kombination aus Elon Musk, Raketen und sehr großen Zukunftsversprechen, um auch die Aktienkurse in höhere Umlaufbahnen zu befördern.
Dann setzte allerdings die Schwerkraft ein.
Mit einem Emissionserlös von 75 Milliarden Dollar war der Börsengang der größte aller Zeiten. Musk wurde dadurch zum ersten Menschen mit einem Vermögen von einer Billion Dollar. Damit besitzt er nun genug Geld, um theoretisch sehr viele Dinge zu kaufen – außer vielleicht dauerhaft steigende Aktienkurse.
Bereits zum Ausgabepreis wurde SpaceX mit 1,77 Billionen Dollar bewertet und war damit mehr wert als der Facebook-Mutterkonzern Meta. Rein geschäftlich wirkt diese Bewertung allerdings ambitioniert: Im vergangenen Jahr erzielte SpaceX bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar einen Verlust von rund 4,94 Milliarden Dollar.
Die Anleger kaufen daher weniger die aktuelle Bilanz als die Hoffnung auf künftige Raketenstarts, Marsmissionen und möglicherweise irgendwann Gewinne. SpaceX ist an der Börse somit nicht nur ein Raumfahrtunternehmen, sondern auch ein äußerst teures Versprechen mit Triebwerk.
Ob die Aktie erneut abhebt oder zunächst weiter Richtung Erde sinkt, bleibt offen. Fest steht nur: Selbst bei SpaceX kann nicht alles dauerhaft nach oben fliegen.
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