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Schwerste Niederlage der Geschichte: Australiens Oppositionspartei ringt nach Wahl-Schock um Zukunft

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die australische Oppositionspartei, die Liberale Partei, hat bei der Parlamentswahl am Samstag eine verheerende Niederlage erlitten – möglicherweise die schlimmste in ihrer Geschichte. Parteichef Peter Dutton verlor dabei nicht nur die Wahl, sondern auch seinen eigenen Wahlkreis Dickson, den er seit 24 Jahren vertreten hatte.

Der überwältigende Wahlsieg der regierenden Labor-Partei unter Premierminister Anthony Albanese hat die Liberalen in eine Führungskrise gestürzt. Dutton ist der erste Oppositionsführer auf Bundesebene, der gleichzeitig mit der Wahl auch seinen Parlamentssitz verliert.

Ali France von der Labor-Partei konnte den Wahlkreis Dickson in Queensland für sich entscheiden. Premierminister Albanese erklärte am Sonntag, die Australier hätten sich für „Einigkeit statt Spaltung“ entschieden.

Besonders deutlich fiel die Niederlage der Liberalen in den Großstädten aus: In Metropolen wie Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide wurde die Partei nahezu ausgelöscht.

Innerhalb der Partei mehren sich die Stimmen für eine tiefgehende Analyse des Wahldebakels. Der liberale Abgeordnete Keith Wolahan forderte eine „ernsthafte Überprüfung“ struktureller Probleme und erklärte, es sei nun entscheidend, der Wählerschaft zuzuhören. Auch sein eigener Sitz im Bundesstaat Victoria ist laut eigenen Aussagen gefährdet.

Kritiker sprechen von einem Scheitern des „Dutton-Experiments“. Der frühere Berater des letzten liberalen Premierministers, Andrew Carswell, bezeichnete das Wahlergebnis als „völlige Katastrophe“ für die konservative Koalition. Die Nähe Duttons zum umstrittenen ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump habe viele Wähler abgeschreckt, hieß es.

Nun steht ein Führungswechsel bei den Liberalen bevor. Als mögliche Nachfolger Duttons gelten unter anderem der stellvertretende Parteivorsitzende Sussan Ley, der Schattenfinanzminister Angus Taylor sowie Dan Tehan (Schattenminister für Einwanderung) und Andrew Hastie (Verteidigung).

Die Partei steht nun vor der Herausforderung, sich neu aufzustellen und das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.

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