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Große Karriere nach knapper Niederlage: Hagel als Superminister?

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Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg steht fest: Manuel Hagel bleibt CDU-Chef und spielt weiterhin eine Rolle in den kommenden Regierungsverhandlungen. Die spannende Frage ist nun natürlich: Welche Rolle eigentlich?

Wir hätten da einen Vorschlag.

Warum nicht gleich ein Superministerium für Gleichstellung und Kultus schaffen – maßgeschneidert für Manuel Hagel? Ein Ressort, das Bildung, gesellschaftlichen Ausgleich und politische Sensibilität verbindet. Also genau die Eigenschaften, für die der CDU-Spitzenkandidat im Wahlkampf zuletzt besonders aufgefallen ist.

Denn wer den Wahlkampf aufmerksam verfolgt hat, weiß: Hagel bringt für dieses Amt eine nahezu einzigartige Qualifikation mit. Vor allem seine inzwischen legendäre Anekdote über die „rehbraunen Augen“ einer minderjährigen Schülerin hat gezeigt, dass er sich intensiv mit Fragen der gesellschaftlichen Wahrnehmung, Sensibilität und Gleichstellung auseinandersetzt. Ein Mann, der solche Themen so prominent ins öffentliche Gespräch bringt, sollte dieses Talent schließlich auch politisch nutzen dürfen.

Als Superminister für Gleichstellung und Kultus könnte Hagel dann zum Beispiel folgende Projekte auf den Weg bringen:

  • einen Landesaktionsplan für rhetorische Selbstkontrolle im Wahlkampf,

  • Fortbildungen für Politiker unter dem Motto „Denken vor dem Mikrofon“,

  • und natürlich eine landesweite Bildungsinitiative mit dem Titel „Wie Worte wirken – ein Crashkurs für angehende Spitzenkandidaten“.

Auch im Kultusbereich wäre Hagel prädestiniert. Schließlich hat er es geschafft, innerhalb weniger Sekunden aus einem alten Video ein landesweites politisches Lehrstück über Kommunikation im digitalen Zeitalter zu machen. Wer das kann, hat pädagogisches Talent.

Die CDU könnte damit sogar ein völlig neues politisches Modell etablieren:
Fehler im Wahlkampf werden nicht bestraft – sie werden zur Qualifikation für ein Ministeramt erklärt.

Und vielleicht wäre das sogar ehrlich. Denn Politik lebt bekanntlich davon, aus Fehlern zu lernen.

Und wenn jemand gerade intensiv lernt, dann wohl Manuel Hagel.

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