Interview mit Rechtsanwalt Maurice Högel (Kanzlei BEMK)
Die Finanzaufsicht BaFin hat Hinweise darauf veröffentlicht, dass die TGI AG mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein) möglicherweise Vermögensanlagen in Deutschland öffentlich angeboten hat, ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsprospekt zu veröffentlichen. Die Angebote liefen unter der Bezeichnung „Goldkauf mit Rabatt“ und versprachen Anlegern eine Verzinsung sowie die spätere Herausgabe von Gold.
Auch das Handelsblatt berichtete in dieser Woche ausführlich über das Unternehmen und die möglichen rechtlichen Fragen rund um das Angebot.
Über die Hintergründe und darüber, was betroffene Anleger jetzt tun können, sprachen wir mit Rechtsanwalt Maurice Högel von der Kanzlei BEMK.
„Der Verkaufsprospekt ist ein zentrales Schutzinstrument“
Frage: Herr Högel, die BaFin spricht von Anhaltspunkten für ein öffentliches Angebot ohne Verkaufsprospekt. Wie ist das rechtlich einzuordnen?
Maurice Högel:
In Deutschland gilt grundsätzlich: Wenn Vermögensanlagen öffentlich angeboten werden, muss zuvor ein von der BaFin gebilligter Verkaufsprospekt veröffentlicht werden. Das ist im Vermögensanlagengesetz geregelt. Dieser Prospekt soll Anlegern ermöglichen, Risiken und Struktur eines Investments besser zu verstehen.
Wenn ein solcher Prospekt fehlt, kann das ein erheblicher Verstoß gegen das Vermögensanlagengesetz sein.
„Die BaFin prüft nicht die Wirtschaftlichkeit“
Frage: Viele Anleger denken, dass eine BaFin-Prüfung bedeutet, dass ein Produkt sicher ist. Stimmt das?
Högel:
Nein, das ist ein häufiges Missverständnis. Die BaFin prüft bei der Prospektbilligung lediglich, ob alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten sind und ob der Prospekt verständlich aufgebaut ist. Sie prüft jedoch nicht, ob die Angaben tatsächlich richtig sind oder ob das Geschäftsmodell wirtschaftlich sinnvoll ist.
Auch die Seriosität des Unternehmens wird dabei nicht bewertet.
Handelsblatt-Bericht erhöht Aufmerksamkeit
Frage: In dieser Woche hat auch das Handelsblatt über das Unternehmen berichtet. Welche Bedeutung hat eine solche Berichterstattung?
Högel:
Wenn große Wirtschaftsmedien wie das Handelsblatt über ein Unternehmen berichten, erhöht das natürlich die öffentliche Aufmerksamkeit erheblich. Für Anleger ist das oft ein Signal, sich intensiver mit ihrer Investition zu beschäftigen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.
„Anleger sollten jetzt ihre Unterlagen prüfen“
Frage: Was sollten Anleger tun, die Geld in ein solches Modell investiert haben?
Högel:
Zunächst sollten sie alle Vertragsunterlagen, Zahlungsbelege und Kommunikation mit dem Anbieter sichern. Danach sollte geprüft werden:
-
Wurde tatsächlich eine Vermögensanlage im Sinne des Vermögensanlagengesetzes angeboten?
-
Gab es einen gültigen Verkaufsprospekt?
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Welche Versprechen oder Garantien wurden im Vertrieb gemacht?
Je nach Ergebnis kann es zivilrechtliche Ansprüche, etwa auf Schadensersatz, geben.
„Nicht vorschnell handeln – aber aktiv werden“
Frage: Viele Anleger sind verunsichert. Was raten Sie konkret?
Högel:
Wichtig ist, nicht in Panik zu geraten, aber auch nicht abzuwarten. Anleger sollten:
-
Unterlagen sammeln und prüfen lassen
-
keine weiteren Zahlungen leisten, solange Fragen offen sind
-
frühzeitig anwaltliche Beratung einholen
Gerade bei Kapitalanlagen ist es entscheidend, rechtliche Möglichkeiten früh zu prüfen.
Fazit
Die Hinweise der BaFin und die Berichterstattung großer Medien zeigen, dass die Angebote rund um den „Goldkauf mit Rabatt“ der TGI AG derzeit verstärkt im Fokus stehen. Für Anleger kann es sinnvoll sein, ihre Investitionen genau zu überprüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.
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Ich meine ähnliche Verteidigungsstrategien vor Jahren für Gold- Konstrukte auch schon gesehen zu haben:
Persönliche Angriffe gegen Menschen und Institutionen die einfach nach Belegen für Werbeaussagen und Renditeversprecjhungen fragen, oder auf die Einhaltung von Gestzen bestehen..
(Haubentaucherverein, Witzfiguren, Gurken auf den Augen, spielende Kinder etctera, etctera, etctera)
Konstruktion irgendwelcher Verschwörungen (die böse BAFIN macht das nur wegen der Steuern, „…..den Menschen was gutes tun will?“).
Die Auszahlungen, Gutschriften laufen seit….. ohne zu belegen woher das Geld dafür kommt.
Andere sind ja auch nicht besser.
Glaubensbekenntnisse ohne eigene Recherche, gegen Kritik immunisiert: „Es ist ein Rabatt, fertig !! Er kann über Wasser gehem! Isso!“
„Wir“ (die Eingeweihten) – „Sie“ (Kritiker, Neider, Uninformierte)
Anmerkung vom Jungen mit Paradeiser auf den Augen für die Redaktion mit Gurken (und vermutlich lackierten Fingernägel) auf den Augen.
Was der BaFin Verein da schreibt interessiert mich einen Dreck. Das ist eine Behörde die weder lesen noch Schreiben kann (der Verkaufsprospekt 🤣, ja ich weiß ist normal in Deutschland 🤣) Einfach weil die TGI denen ein Dorn im Auge ist! Dann schreiben Sie von Verzinsung? Wo bitte ist hier eine Verzinsung?? Es ist ein Rabatt, fertig !! Ob einmalig oder monatlich, spielt überhaupt keine Rolle. Diskussion beendet. Aber Stimmt, bei Verzinsung würden ja Steuern anfallen, ah daher der Verdacht von der tollen (genau die schauen ja nur auf die braven Steuerzahler, dass denen nix passiert und die braven Steuerzahler dann vom Gewinn „bissl“ was dem Staat wieder zurückgeben) BaFin!! Ihr sollt mal aufwachen und nicht immer nur was annehmen und alles schlecht reden, deshalb sind wir heute allgemein da, wo wir halt sind. Wichtig ist alles einfach niederschmettern, was gut ist und das andere ergibt sich von selbst. Ich verstehe das kritisch hinterfragen sinnvoll ist und sollte wirklich jeder machen inkl Selbstverantwortung. Oder glaubt ihr wirklich allen ernstes das eine Bank inkl. der BaFin oder die Finanz, den Menschen was gutes tun will? Da geht es um Kohle koste es was wolle. Die sind reguliert, das stimmt, da widerspreche ich auch definitiv nicht, aber Fakt ist, die wollen nur euer bestes, euer Geld. Ich finde es einfach schrecklich, von annahmen einen solchen Dauerbeschuss auf die TGI zu starten, auch von den anderen Berichterstattern. Wenn jemanden die Produkte der TGI nicht zusagen, passt kein Problem, fertig abhaken, aber dauernd nur rumschreien? Aus welchem Grund, erklärt mir das bitte? Was ich noch alles schreiben wollen würde, würde leider den Rahmen sprengen, von daher, euch allen noch einen angenehmen Sonntag 🙋♂️
Mach Dich schlau, wenigstens im Rahmen Deiner Möglichkeiten, das hilft auch gegen wilde Verschwörungstheorien..
https://forum.psiram.com/index.php?topic=18680.0
https://forum.psiram.com/index.php?topic=18648.0
Kannst Dir aber auch gerne mal den Fragenkatalog vornehmen. Du weisst ja, wer nichts weiss muss alles glauben und Informationen schaden nur dem der sie nicht hat.
„Zitat
Wieviel Gold haben TGI und GGMT verkauft.
Wieviel haben sie nachprüfbar ausgeliefert oder ausgezahlt und wieviel lagert nachprüfbar irgendwo?
Wieviel Rabatte haben sie bis heute nachprüfbar ausgezahlt, wie hoch sind die virtuellen Rabattgutschriften?
Wieviel Gold müssen sie in den nächsten 3 Jahren liefern.
Welche Rabatte werden, Stand heute, in den nächsten drei Jahren fällig.
Zitat
Könnten Sie bitte das zugrunde liegende Geschäftsmodell in wenigen Sätzen zusammenfassen? Wie genau entsteht die Rendite, und wie wird die Rückzahlung an die Kunden gesichert?
Risikostruktur:
Welche Risiken bestehen für Käuferinnen und Käufer im Hinblick auf die Rückzahlungen? Gibt es Garantien oder Sicherungsmechanismen bei z. B. Ausfällen der Technik, Rohstoffpreisverfall oder geopolitischen Ereignissen?
Rechtlicher Rahmen & Kontrolle:
Unter welcher Aufsicht (z. B. FMA Liechtenstein) steht das Angebot? Erfolgt eine externe Prüfung Ihrer wirtschaftlichen Kennzahlen oder des Goldabbaus?
Verwendung der Kundengelder:
Welcher Anteil des Kaufpreises fließt tatsächlich in physisches Gold, und wie wird dieser gelagert? Welcher Teil wird in die Goldförderung reinvestiert?
Status Quo der Goldproduktion:
Gibt es bereits laufende Förderstätten in Afrika? Falls ja, an welchen Standorten, und welche Mengen werden derzeit abgebaut?
Erfahrungswerte & Transparenz:
Wie viele Kundinnen und Kunden nutzen das Angebot derzeit? Können Sie Angaben zur durchschnittlichen Rückzahlung oder Erfolgsquote machen?
Technische Umsetzung:
Inwieweit ist bereits ein ,,eigenes Zahlungssystem“ geplant bzw. im Einsatz, und was genau umfasst dieses?
Was ist mit dem seit Monaten angekündigten Börsengang?
Zitat
Mal den aktuellen Stand zusammengefasst es gibt von der TGI keine unabhängig geprüften Belege:
-über die Lieferungen und Zahlungen der Goldcrest
-über die Lieferungen und Zahlungen der Golden Empire
-über das Eigentum an irgendwelchen Goldminen
-über die Gewinne irgendwelcher Goldminen
Alles Betriebsgeheimnisse :rofl2
Zitat
4. Fünf zentrale Fragen für Anleger
1. Wo wird das Kundengold physisch gelagert und wer ist der rechtliche Eigentümer? 2. Welche
unabhängigen Prüfungen bestätigen die angegebenen Goldbestände? 3. Wie genau werden die
beworbenen Erträge oder Rabatte finanziert? 4. Sind die Verträge mit den Partnerfirmen rechtlich geprüft
und abgesichert? 5. Unterliegt das Angebot einer behördlichen Kontrolle (z. B. FMA Liechtenstein)?
5. Risiken und Hinweise
Goldinvestitionen können mit erheblichen Risiken verbunden sein. Dazu zählen Preisschwankungen,
fehlende Transparenz über tatsächliche Fördermengen, rechtliche Unsicherheiten in Partnerländern sowie
mögliche Interessenkonflikte zwischen Vertrieb und Verwaltung. Anleger sollten alle Unterlagen und
Nachweise prüfen und sich vor einer Entscheidung unabhängig beraten lassen.“
Danke für die Links. Ist ein Top Forum 🤣 meistens zwei spielende Kinder und einer was am meisten mit sich selbst reden bzw. schreibt.
ICH habe Verschwörungstheorien? ICH 😅 Ihr seid ja ein lustiges Volk. Wollen mich als Verschwörungstheoretiker hinstellen und schreiben selbst nur Blödsinn hoch 100. Und das Geschäftsmodell usw wird alles erklärt, entweder man versteht es oder nicht. Wie gesagt, es zwingt gsd keiner zu einer Investition, da haben wir alle Glück. Auch wie es Rechtlich aussieht, steht alles im Vertrag. Goldkauf, Lieferung usw.. Allein die Frage: „Wieviele Kunden nutzen das Angebot usw. sind sowas von bescheuert. Echt, ich gehe jetzt auch zu meiner Lebensversicherung oder Bank oder sonst wen und Frage auf den Kunden genau, wieviele Sie haben. Ihr spürt euch einfach nicht. Aber danke für die Aufklärung. Achja, und die Bank, wieviel Sie diesen Monat Gewinn bei den Fonds ausgezahlt hat, aber bitte auf Cent, damit ich das genau prüfen kann. Manche haben echt keinen Regenschirm bei der Vergabe aufgespannt gehabt sondern das große Sonnensegel 😅
Rabatt oder Verzinsung, wie man es auch nennt.
Der Kunde zahlt Geld und bekommt nicht sofort eine Leistung. Zudem geht er noch von einem finanziellen Vorteil aus -> Vermögensanlage, Prospektpflicht, klare Sache
Mensch Gerd, soviel Klarheit verkraftet Herr K. doch nicht. ihm geht’s nur darum, Anlegeranwälten noch mehr Arbeit zu verschaffen.
Welche Warnung?? Und welche Verzinsung!! Die BaFin (Haubentaucherverein). Und Ihr seit sowieso die größten Witzfiguren was es gibt 🤣
Anmerkung der Redaktion für Jungs mit Paradiser auf den Augen:
06.03.2026 | Thema Verbraucherschutz, Prospekte TGI AG: Anhaltspunkte für fehlenden Verkaufsprospekt
Die Finanzaufsicht BaFin hat Anhaltspunkte dafür, dass die TGI AG mit Sitz in Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, unter der Oberbezeichnung „Goldkauf mit Rabatt“ Vermögensanlagen in Deutschland öffentlich anbietet. Es handelt sich dabei um Anlagen, die im Austausch für die zeitweise Überlassung von Geld eine Verzinsung sowie die Herausgabe von Gold gewähren. Entgegen § 6 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) wurde für keine der angebotenen Vermögensanlagen ein Verkaufsprospekt veröffentlicht.
In Deutschland dürfen Vermögensanlagen im Grundsatz nicht ohne die Veröffentlichung eines von der BaFin zuvor gebilligten Verkaufsprospekts öffentlich angeboten werden. Im Rahmen einer solchen Billigung prüft die BaFin, ob der Verkaufsprospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält und ob der Prospektinhalt verständlich und kohärent (widerspruchsfrei) ist. Sie prüft die Prospektangaben jedoch nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Ebenso erfolgt weder eine Überprüfung der Seriosität des Emittenten noch eine Kontrolle des Produkts. Hierauf müssen Emittenten von Vermögensanlagen in ihren Verkaufsprospekten ausdrücklich hinweisen. Die Emittenten haften für die Richtigkeit der im Verkaufsprospekt getätigten Angaben.
Ob für ein öffentliches Angebot von Vermögensanlagen ein gebilligter Verkaufsprospekt bei der BaFin hinterlegt ist, können Sie in der Datenbank Hinterlegte Prospekte überprüfen.