Im Fall des US-Sängers D4vd weiten sich die Vorwürfe aus. Wie Staatsanwälte vor Gericht erklärten, sollen bei der Auswertung von Mobiltelefon und Cloud-Daten des Künstlers „erhebliche Mengen“ an Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs gefunden worden sein. Die Funde stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod einer 14-Jährigen, deren Leiche im vergangenen Jahr im Fahrzeug des Musikers entdeckt wurde.
Die Jugendliche war im September 2025 tot im Kofferraum eines Tesla aufgefunden worden, nachdem ein Abschleppdienst einen starken Verwesungsgeruch gemeldet hatte. Die Ermittlungen liefen über Monate weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Erst kürzlich wurde der Sänger festgenommen.
Anklage wegen Mordes und weiterer Delikte
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Musiker, der mit bürgerlichem Namen David Anthony Burke heißt, unter anderem Mord, fortgesetzten sexuellen Missbrauch eines Kindes sowie die Verstümmelung einer Leiche vor. Er soll das Opfer wiederholt missbraucht und anschließend getötet haben. Laut Anklage geschah dies mutmaßlich, um seine Karriere zu schützen.
Der Künstler hat sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und auf „nicht schuldig“ plädiert. Seine Verteidigung kündigte an, die Unschuld ihres Mandanten „mit Nachdruck“ zu belegen. Die nun bekannt gewordenen Funde von Missbrauchsdarstellungen sind bislang nicht Gegenstand einer eigenen Anklage.
Opfer zuletzt im Umfeld des Sängers gesehen
Die 14-Jährige galt zuvor als vermisst. Nach Angaben der Ermittler wurde sie zuletzt Anfang April 2025 im Haus des Sängers gesehen. Erst Monate später wurde ihre Leiche entdeckt – stark verwest und zerstückelt.
Ein inzwischen veröffentlichter Obduktionsbericht bestätigt, dass das Mädchen durch „mehrere durchdringende Verletzungen“ ums Leben kam. Genauere Details zur Tatwaffe wurden nicht genannt.
Familie fordert Aufklärung
Die Familie des Opfers äußerte sich erstmals öffentlich und forderte Gerechtigkeit. In einer Erklärung beschrieben die Eltern ihre Tochter als lebensfrohes Mädchen mit großer Begeisterung für Musik und Tanz. „Wir vermissen sie unendlich. Alles, was wir wollen, ist Gerechtigkeit“, heißt es.
Weitere Verhandlungen stehen an
Nach Angaben der Behörden wurden umfangreiche digitale und forensische Beweise gesichert und ausgewertet. Mehrere Geschworenengremien haben sich bereits mit dem Fall befasst, eine formelle Anklage durch eine Grand Jury steht jedoch noch aus.
In den kommenden Tagen sind weitere Gerichtstermine angesetzt, bei denen sich zeigen dürfte, wie belastbar die Vorwürfe gegen den einst auf TikTok bekannt gewordenen Musiker tatsächlich sind.
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