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Schwere Vorwürfe gegen d4dv

AJEL (CC0), Pixabay
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Sieben Monate nach dem Fund der sterblichen Überreste einer 14-Jährigen im Kofferraum seines Autos hat der Sänger d4vd vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen Mord ersten Grades, fortgesetzten sexuellen Missbrauch eines Kindes unter 14 Jahren sowie die Verstümmelung menschlicher Überreste vor. Im Falle einer Verurteilung drohen lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Was die Anklage behauptet

Nach Darstellung der Ermittler soll der Musiker, bürgerlich David Anthony Burke, über Monate eine sexuelle Beziehung zu dem Mädchen unterhalten haben. Als die Jugendliche gedroht habe, das Verhältnis öffentlich zu machen, soll er sie getötet haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von „besonderen Umständen“, darunter Heimtücke, Handeln zur Sicherung eigener finanzieller Interessen und die Tötung einer Zeugin.

Zur Todesursache machten die Behörden bislang keine genauen Angaben. In der Anklage ist von einem „gefährlichen und tödlichen Werkzeug“ die Rede, konkret von einem scharfen Gegenstand. Nach der Tat, so der Vorwurf, soll Burke den Leichnam zerstückelt und in zwei Taschen im vorderen Kofferraum seines Fahrzeugs deponiert haben.

Der Fund im Tesla

Die Leiche des Mädchens war im September 2025 in einem offenbar verlassenen Tesla entdeckt worden, der auf den Musiker zugelassen war. Das Fahrzeug war abgeschleppt und auf ein Verwahrgelände gebracht worden. Dort bemerkte ein Mitarbeiter starken Verwesungsgeruch und alarmierte die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Sänger nach Medienberichten auf Tour.

Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig. Zwischen dem mutmaßlichen Todeszeitpunkt und dem Fund lagen mehrere Monate. Nach Angaben der Polizei waren dadurch wichtige Spuren bereits zerstört oder nicht mehr verwertbar. Hinzu kamen zahlreiche Falschinformationen, die während der Ermittlungen öffentlich kursierten.

Das Opfer und die Zeitleiste

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Mädchen zuletzt am 23. April 2025 lebend gesehen worden, als es das Haus des Musikers in den Hollywood Hills aufsuchte. Danach verlor sich ihre Spur. Die Jugendliche war zuvor mehrfach als vermisst gemeldet worden. Fotos und weitere Materialien sollen nahelegen, dass es über längere Zeit Kontakt zwischen ihr und dem Sänger gab.

Zu den Indizien zählen gemeinsame Auftritte in sozialen Medien, Fotos in der Nähe des Wohnorts der Jugendlichen sowie Aufnahmen, die beide bei Veranstaltungen zeigen sollen. Ermittler und private Recherchen hatten diese Hinweise bereits vor der Anklage öffentlich gemacht.

Die Verteidigung weist alles zurück

Die Anwälte des Sängers bestreiten die Vorwürfe entschieden. In einer Stellungnahme erklärten sie, die tatsächlichen Beweise würden zeigen, dass ihr Mandant weder das Mädchen getötet noch ihren Tod verursacht habe. Zugleich kritisierten sie, bislang nur sehr begrenzten Einblick in die Ermittlungsakten erhalten zu haben.

Die Familie bleibt im Hintergrund

Die Familie des Opfers trat bislang kaum öffentlich auf. Mutter, Vater und Schwester nahmen an der Anhörung teil. Über ihren Anwalt baten sie um Privatsphäre. Zugleich erklärten sie, sie wollten sicherstellen, dass die Stimme des Mädchens in dem Verfahren gehört werde.

Ein Fall mit vielen offenen Fragen

Noch ist unklar, wie genau die Staatsanwaltschaft ihre Anklage im Detail untermauern will. Klar ist nur: Der Fall hat durch die Prominenz des Beschuldigten, die Schwere der Vorwürfe und die grausamen Umstände des Leichenfunds enorme Aufmerksamkeit ausgelöst. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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