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Mainz 05 blickt nach vorne: Mit Urs Fischer soll jetzt mehr möglich sein als nur Klassenerhalt

jorono (CC0), Pixabay
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Als Mainz-05-Fan muss man ehrlich sagen:
Vor ein paar Monaten sah die Lage beim FSV alles andere als rosig aus. Die Mannschaft wirkte verunsichert, es fehlte an Stabilität, an klaren Abläufen und teilweise auch am Glauben an die eigene Stärke. Der Abstieg war plötzlich ein reales Thema geworden — und das in Mainz, wo man eigentlich seit Jahren für Ruhe, Kontinuität und cleveres Arbeiten steht.

Umso größer ist jetzt erst einmal die Erleichterung, dass mit Urs Fischer ein Trainer gefunden wurde, der die Mannschaft stabilisiert und wieder auf Kurs gebracht hat. Fischer hat genau das gemacht, was Mainz in dieser schwierigen Phase gebraucht hat:
Ordnung, Disziplin und eine klare Struktur.

Man hat relativ schnell gemerkt, dass die Mannschaft wieder weiß, was sie auf dem Platz tun soll. Die Defensive stand stabiler, die Spieler wirkten gefestigter und plötzlich hatte man wieder das Gefühl:
Diese Mannschaft lebt.

Dafür gebührt Urs Fischer ohne Frage großer Respekt.

Aber jetzt beginnt eigentlich erst die wirklich spannende Aufgabe.

Denn der Klassenerhalt darf in Mainz nicht dauerhaft das höchste Ziel sein. Urs Fischer hat nun erstmals die Möglichkeit, eine komplette Vorbereitung zu gestalten und gemeinsam mit der sportlichen Leitung eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen aufzubauen.

Und genau darin liegt die große Chance.

Mainz 05 hat in den letzten Jahren oft bewiesen, dass man mit kluger Kaderplanung, Teamgeist und einem funktionierenden Trainerteam deutlich mehr erreichen kann als viele größere Vereine mit doppelt so hohen Budgets. Warum also sollte man nicht wieder mutiger denken?

Natürlich wird Mainz kein Klub sein, der plötzlich um die Champions League spielt. Aber der Kampf um die internationalen Plätze sollte mittelfristig absolut das Ziel sein. Gerade wenn Fischer die Spieler bekommt, die zu seinem Fußball passen:
laufstark,
diszipliniert,
mental stabil
und bereit, für das Team zu arbeiten.

Die kommende Saison wird deshalb ein echter Gradmesser.
Kann Urs Fischer aus Mainz mehr machen als nur einen soliden Bundesligisten?
Kann er eine Mannschaft formen, die wieder unangenehm zu bespielen ist und vielleicht sogar Richtung Europa schielt?

Die Voraussetzungen dafür sind da.

Und ehrlich gesagt:
Nach den nervenaufreibenden Monaten im Abstiegskampf wäre es einfach schön, wenn man in Mainz mal wieder nach oben schauen könnte — statt ständig nur auf die Tabelle von unten.

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