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Schlag gegen internationales Verbrechersyndikat: USA nehmen 24 Verdächtige fest

geralt (CC0), Pixabay
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US-Behörden ist nach jahrelangen Ermittlungen ein umfangreicher Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Insgesamt wurden 24 mutmaßliche Mitglieder mehrerer international agierender Verbrecherorganisationen in den USA, Kanada und Europa festgenommen. Die Ermittler werfen ihnen unter anderem Auftragsmorde, Erpressung, Drogenhandel und weitere schwere Straftaten vor.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht unter anderem die aus Indien stammende Bishnoi-Gruppierung. Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft in Los Angeles sollen führende Mitglieder der Organisation den Mord an dem Sikh-Aktivisten Hardeep Singh Nijjar im Jahr 2023 in Kanada in Auftrag gegeben haben.

Nijjar war vor einem Sikh-Tempel in Surrey bei Vancouver von zwei bewaffneten Tätern erschossen worden. Der 45-Jährige galt als prominenter Befürworter eines unabhängigen Sikh-Staates Khalistan und stand deshalb seit Jahren im Fokus der indischen Behörden. Sein Tod führte zu erheblichen diplomatischen Spannungen zwischen Kanada und Indien.

Die US-Ankläger beschuldigen den bereits seit Jahren in Indien inhaftierten Lawrence Bishnoi sowie den flüchtigen Satinderjeet Singh, besser bekannt als „Goldy Brar“, den Mord organisiert zu haben. Beide sollen darüber hinaus ein internationales Netzwerk gesteuert haben, das gezielt religiöse und politische Persönlichkeiten einschüchterte und mit massiven Geldforderungen unter Druck setzte.

Nach Darstellung der Ermittler wurden allein in Kalifornien mehrere Opfer mit Gewalt bedroht. In einem Fall sollen Mitglieder der Gruppierung umgerechnet mehrere Millionen Dollar Schutzgeld verlangt haben.

Insgesamt wurden in drei umfangreichen Anklageschriften 37 Beschuldigte erfasst. Die nun erfolgten Festnahmen sind das Ergebnis einer länderübergreifenden Zusammenarbeit zahlreicher Sicherheitsbehörden.

Neben den Festnahmen konnten die Ermittler erhebliche Mengen an Drogen und Waffen sicherstellen. Nach offiziellen Angaben wurden rund eine Tonne Kokain, ein Kilogramm Heroin, Bargeld sowie mehrere Schusswaffen beschlagnahmt.

An den Ermittlungen waren unter anderem das FBI, die Polizei von Los Angeles, die kanadische Bundespolizei RCMP sowie US-Zoll- und Grenzschutzbehörden beteiligt.

Die US-Justiz kündigte an, konsequent gegen international operierende kriminelle Netzwerke vorzugehen. Organisationen, die grenzüberschreitend Gewalt, Drogenhandel und Erpressung betrieben, müssten damit rechnen, weltweit strafrechtlich verfolgt zu werden.

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