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Schalke04 Fan-Neue Fan-Welt an der Arena: Genau so muss Schalke wachsen – aber bitte ohne königsblaue Luftschlösser

jorono (CC0), Pixabay
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Als Schalke-Fan hat man im Laufe der Jahre eine besondere Fähigkeit entwickelt: Man kann sich innerhalb von 90 Minuten grenzenlos begeistern, maßlos ärgern und anschließend trotzdem wieder die Dauerkarte verlängern. Wenn nun direkt an der Veltins-Arena eine neue Fan-Welt entstehen soll, reagiere ich deshalb mit vorsichtiger Euphorie. Die Idee klingt richtig gut – vorausgesetzt, sie wird seriös umgesetzt und am Ende verdient nicht nur irgendein Betreiber daran, sondern auch unser Verein.

Nach den bisher veröffentlichten Plänen soll im Umfeld der Arena eine neue Anlaufstelle mit Biergarten, Gastronomie, Public Viewing und Fanshop entstehen. Auch verletzte, gesperrte oder nicht für den Spieltagskader nominierte Profis könnten dort den Kontakt zu den Anhängern suchen. Besonders reizvoll für den finanziell weiterhin geforderten Verein: Schalke soll die Errichtung nicht aus der eigenen Kasse bezahlen müssen. BILD berichtet von einem extern finanzierten Container-Konzept unmittelbar an der Arena.

Mein erster Gedanke: Endlich!

Mein zweiter Gedanke: Wer bezahlt es wirklich, wer verdient anschließend daran und wie lange bindet sich Schalke?

Denn auf Schalke wissen wir inzwischen, dass eine schöne Präsentation noch keinen wirtschaftlichen Volltreffer garantiert. Wir hatten schon große Namen, große Pläne und noch größere Rechnungen. Deshalb darf man sich freuen – sollte aber trotzdem genau hinsehen.

Schalke ist mehr als die anderthalb Stunden in der Arena

Wer einmal an einem Heimspieltag rund um die Arena unterwegs war, weiß: Schalke beginnt nicht mit dem Anpfiff. Schalke beginnt auf der Autobahn, in der Straßenbahn, am Parkplatz, an der Würstchenbude und beim ersten „Glück auf“ von einem wildfremden Menschen im königsblauen Trikot.

Der Verein lebt von dieser besonderen Gemeinschaft. Genau deshalb ist es eigentlich erstaunlich, dass es rund um die Arena bislang keine dauerhaft große und wetterfest nutzbare Fan-Anlaufstelle gibt, die auch bei Auswärtsspielen oder an Tagen ohne Fußball funktioniert.

Ein Biergarten, eine Sportsbar, ein Fanshop und eine Fläche für Public Viewing könnten diese Lücke schließen. Aus einem Stadionbesuch würde noch stärker ein ganzer Schalke-Tag. Man käme früher, bliebe länger und träfe vielleicht auch dann andere Schalker, wenn die Mannschaft gerade Hunderte Kilometer entfernt spielt.

Dass ein solches Angebot angenommen werden könnte, ist keine gewagte Prognose. Zur Saisoneröffnung 2026 kamen Berichten zufolge mehr als 100.000 Menschen auf das Vereinsgelände. Der FC Schalke ist außerdem wieder in die Bundesliga zurückgekehrt und erlebt eine neue Welle der Begeisterung. Die aktuelle Aufbruchstimmung rund um den Verein wird auch überregional beschrieben.

Bei so einer Anhängerschaft muss die Frage eigentlich nicht lauten, ob eine Fan-Welt funktioniert. Die Frage lautet, warum wir sie nicht längst haben.

Das Container-Konzept passt erstaunlich gut zu Schalke

Eine Anlage aus modernen Containermodulen klingt zunächst weniger nach königsblauem Palast und mehr nach Hafen, Baustelle und Maloche. Also ehrlich gesagt: ziemlich passend.

Schalke braucht an dieser Stelle keinen vergoldeten Fußballtempel mit Marmortreppe und Champagnerbrunnen. Der Verein braucht einen robusten, flexiblen und wirtschaftlich vernünftigen Treffpunkt. Stahl, Container, offene Flächen, Bierbänke und der Blick auf die Arena können mehr Schalke ausstrahlen als manches sterile Hochglanzgebäude.

Der große Vorteil eines modularen Konzepts liegt in seiner Flexibilität. Die Anlage lässt sich vergleichsweise schnell errichten, bei Bedarf erweitern und für unterschiedliche Veranstaltungen nutzen. An Heimspieltagen könnte sie als Treffpunkt vor und nach der Partie dienen. Bei Auswärtsspielen wäre Public Viewing möglich. An spielfreien Wochenenden könnten Fantreffen, Talkrunden, Autogrammstunden, Vereinsveranstaltungen oder kleinere Konzerte stattfinden.

Ein provisorisch wirkendes Containerdorf darf daraus allerdings nicht werden. Wenn Schalke seinen Namen, sein Vereinsgelände und seine Fans zur Verfügung stellt, muss auch die Qualität stimmen. Toiletten, Wetterschutz, Barrierefreiheit, Sicherheit, vernünftige Preise und eine anständige Anbindung sind wichtiger als die spektakulärste Computergrafik.

Verletzte und gesperrte Profis mitten unter den Fans

Besonders charmant finde ich die Idee, verletzte oder gesperrte Profis regelmäßig in die Fan-Welt einzubinden. Wenn ein Spieler ohnehin nicht auf dem Platz stehen kann, muss er nicht zwingend 90 Minuten unsichtbar hinter einer Scheibe in irgendeiner Loge sitzen.

Ein kurzer Besuch bei den Fans, ein Interview auf der Bühne, eine Autogrammrunde oder ein gemeinsamer Blick auf das Spiel könnten Nähe schaffen. Gerade in Zeiten, in denen Profifußball häufig wie ein abgeschottetes Hochglanzprodukt wirkt, wäre das ein starkes Signal.

Natürlich darf daraus keine Strafarbeit werden. Ein verletzter Spieler muss sich auf seine Genesung konzentrieren, und nicht jeder Profi ist für eine spontane Talkrunde nach einem Gegentor geboren. Aber wenn solche Auftritte vernünftig geplant werden, könnten sie die Verbindung zwischen Mannschaft und Anhängern stärken.

Und Hand aufs Herz: Wenn einer wegen der fünften Gelben fehlt, kann er ruhig erklären, warum er kurz vor dem Spitzenspiel unbedingt noch an der Mittellinie den gegnerischen Linksverteidiger umsäbeln musste. Vielleicht bei einem alkoholfreien Getränk. Wir wollen schließlich professionell bleiben.

Die Idee ist auch eine neue Einnahmequelle

Romantik ist wichtig, bezahlt aber weder Spielergehälter noch Nachwuchsleistungszentrum. Die neue Fan-Welt ist deshalb vor allem auch ein wirtschaftliches Projekt.

Rund um jedes Heimspiel halten sich Zehntausende Menschen auf dem Vereinsgelände auf. Sie kaufen Getränke, Essen, Schals und Trikots. Bisher fließt nicht jeder dabei ausgegebene Euro automatisch in Richtung Schalke. Ein eigener oder vertraglich eng an den Verein gebundener Treffpunkt könnte einen größeren Teil dieser Nachfrage auf dem Gelände halten.

Hinzu kommen Einnahmemöglichkeiten durch:

  • Gastronomie und Catering
  • Fanartikelverkauf
  • Vermietung einzelner Flächen
  • Sponsoring und Namensrechte
  • Veranstaltungen außerhalb der Spieltage
  • Public Viewing bei Auswärtsspielen und Turnieren
  • Firmenfeiern und Partnerveranstaltungen
  • Präsentationen neuer Trikots oder Fanartikel

Die Arena selbst ist bereits ein gastronomisches Schwergewicht: Nach Angaben des Namenssponsors werden dort an einem Spieltag mehr als 30.000 Liter Bier über 135 Zapfstellen ausgeschenkt. Das zeigt, welches wirtschaftliche Potenzial im Umfeld eines Schalke-Spiels liegt. Veltins nennt diese Größenordnung anlässlich der seit 2005 bestehenden Arena-Partnerschaft.

Eine Fan-Welt könnte dieses Geschäft zeitlich verlängern. Wenn die Anhänger zwei Stunden früher kommen und nach dem Abpfiff noch bleiben, entsteht zusätzlicher Umsatz, ohne dass dafür ein einziger weiterer Sitzplatz im Stadion gebaut werden muss.

Kein eigener Bauaufwand klingt gut – kostenlos ist das Projekt trotzdem nicht

Die Schlagzeile, Schalke müsse für den Bau keinen Cent bezahlen, klingt für einen wirtschaftlich belasteten Verein selbstverständlich großartig. Trotzdem gibt es im Geschäftsleben nur selten etwas wirklich kostenlos.

Wenn ein externer Partner die Investition übernimmt, will dieser Partner sein Geld zurückverdienen. Das ist völlig legitim. Entscheidend ist, welche Gegenleistungen Schalke dafür gewährt.

Denkbar sind langfristige Nutzungsrechte, ein Anteil an den Umsätzen, exklusive Cateringrechte, Werbeflächen oder Namensrechte. Ebenso möglich wären feste Miet- oder Pachtzahlungen an den Verein. Welche Konstruktion tatsächlich vorgesehen ist, lässt sich aus den frei zugänglichen Informationen bislang nicht vollständig nachvollziehen.

Genau hier sollte der Verein transparent werden. Niemand verlangt, dass jedes Detail eines Geschäftsvertrags öffentlich im Vereinsforum diskutiert wird. Aber die Mitglieder dürfen erwarten, dass das Modell langfristig dem FC Schalke 04 nützt und keine wertvollen Rechte weit unter Wert vergeben werden.

Die entscheidenden Fragen lauten:

  • Wem gehört die Anlage nach ihrer Fertigstellung?
  • Wie lange läuft der Vertrag mit dem Investor oder Betreiber?
  • Erhält Schalke eine feste Pacht, eine Umsatzbeteiligung oder beides?
  • Wer trägt Betriebs-, Instandhaltungs- und Rückbaukosten?
  • Wer bestimmt die Preise für Speisen und Getränke?
  • Welche Sponsoren dürfen dort auftreten?
  • Welche Rechte verbleiben beim Verein?
  • Was geschieht, wenn der Betreiber wirtschaftliche Probleme bekommt?

Erst wenn diese Fragen überzeugend beantwortet sind, wissen wir, ob Schalke tatsächlich einen wirtschaftlichen Gewinn erzielt oder lediglich seine große Anhängerschaft für das Geschäftsmodell eines Dritten zur Verfügung stellt.

Bitte keine Fan-Welt nur für Fans mit Firmenkreditkarte

Eine Fan-Welt auf Schalke muss zu den Menschen passen, die diesen Verein groß gemacht haben. Ein Biergarten darf kein VIP-Bereich ohne Krawattenpflicht werden. Eine Currywurst sollte nicht als „kuratierte Ruhrgebiets-Tapas“ für 14,90 Euro auf der Karte stehen. Und für ein Bier sollte niemand vorher eine kleine Umschuldung beantragen müssen.

Natürlich müssen Gastronomie und Betrieb wirtschaftlich funktionieren. Gleichzeitig lebt Schalke von seiner sozialen Verwurzelung. Familien, Jugendliche, Rentner und Fans mit kleinem Einkommen müssen sich einen Besuch leisten können.

Denkbar wären vergünstigte Angebote für Mitglieder, Familienpakete, alkoholfreie Alternativen, kostenlose Veranstaltungen und Bereiche, in denen man sich auch aufhalten kann, ohne sofort etwas bestellen zu müssen.

Wenn aus der „Fan-Welt“ lediglich eine weitere Verkaufsfläche wird, wäre der Name zu groß gewählt. Sie muss ein Treffpunkt sein – kein Einkaufszentrum mit Schalke-Wappen.

Der neue Fanshop ist mehr als ein Laden

Ein moderner Fanshop direkt an der Arena ergibt wirtschaftlich Sinn. Der bisherige Fanshop an der Geschäftsstelle liegt am Ernst-Kuzorra-Weg und ist auch außerhalb der Spieltage geöffnet. Der Verein nutzt auf Veranstaltungen bereits zusätzliche Verkaufsstellen und Container. Beim Schalke-Tach 2026 wurden beispielsweise weitere Merchandise-Standorte auf dem Gelände eingerichtet. Der Verein informierte selbst über zusätzliche Verkaufsanhänger und einen Trikotcontainer.

Ein neuer Shop könnte Einkauf und Stadionerlebnis stärker verbinden. Wer zum Arena-Rundgang, ins Museum, zum Public Viewing oder in den Biergarten kommt, läuft automatisch daran vorbei. Das dürfte den Verkauf von Trikots und Fanartikeln fördern.

Der Shop sollte jedoch nicht nur größer, sondern besser werden. Denkbar wären exklusive Produkte, Personalisierung vor Ort, historische Kollektionen, wechselnde Ausstellungen und Angebote regionaler Hersteller. Schalke-Merchandise darf gern Geld einbringen – es sollte aber nicht aussehen, als habe lediglich jemand einen beliebigen Artikel blau eingefärbt und ein Wappen daraufgeklebt.

Auch Gelsenkirchen kann profitieren

Eine attraktive Fan-Welt könnte zusätzliche Arbeitsplätze in Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungstechnik, Sicherheit und Reinigung schaffen. Außerdem würden Besucher länger auf dem Gelände bleiben und möglicherweise häufiger außerhalb der Spieltage nach Gelsenkirchen kommen.

Das ist für die Stadt grundsätzlich positiv. Schalke ist weit mehr als ein Fußballverein; der Klub ist einer der wichtigsten Besuchermagnete der Region. Die offizielle Vereinsseite verweist selbst auf eine Studie, wonach Heimspiele auch die Gelsenkirchener Innenstadt beleben. Schalke führt die Untersuchung aktuell in seinem Newsangebot auf.

Allerdings sollte das neue Angebot nicht vollständig als abgeschlossene Insel neben der Arena funktionieren. Wenn Fans ausschließlich auf dem Vereinsgelände essen, trinken und einkaufen, profitiert die übrige Stadt davon nur begrenzt. Schalke und Gelsenkirchen sollten deshalb überlegen, wie die Fan-Welt mit lokalen Betrieben, Verkehrskonzepten und Angeboten in der Innenstadt verbunden werden kann.

Public Viewing kann ein echter Volltreffer werden

Viele Schalke-Spiele sind ausverkauft. Gleichzeitig gibt es weit mehr Interessenten als Plätze in der Arena. Ein offizielles Public Viewing unmittelbar neben dem Stadion könnte deshalb besonders bei Auswärtsspielen attraktiv sein.

Man schaut gemeinsam, singt gemeinsam und leidet gemeinsam. Letzteres ist auf Schalke bekanntlich kein zu unterschätzender Programmpunkt.

Ein solcher Treffpunkt könnte das Vereinsgelände auch dann beleben, wenn die Mannschaft in München, Berlin oder Hamburg spielt. Der wirtschaftliche Vorteil liegt auf der Hand: Statt an vielleicht 17 Bundesliga-Heimspielen könnte die Anlage theoretisch an jedem Spieltag genutzt werden.

Allerdings braucht es dafür ein vernünftiges Konzept. Eintrittspreise, Übertragungsrechte, Lärmschutz, Sicherheit und Anreise müssen geregelt werden. Außerdem darf das Public Viewing nicht zu einem völlig überfüllten Parkplatz mit einer Leinwand irgendwo hinter dem Bierstand werden. Wenn Schalke es macht, sollte Schalke es richtig machen.

Die Schattenseiten dürfen nicht verschwiegen werden

So überzeugend die Grundidee ist, gibt es auch Risiken. Mehr Gastronomie und Veranstaltungen bedeuten mehr Verkehr, Müll und Lärm. Anwohner und bestehende Gastwirte könnten zusätzliche Konkurrenz oder Belastungen befürchten. Die Containerbauweise könnte außerdem billig wirken, wenn Gestaltung und Pflege vernachlässigt werden.

Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit von einem externen Betreiber. Gerät dieser in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder sinkt die Qualität des Angebots, fällt das öffentlich trotzdem auf Schalke zurück. Auf dem Schild steht schließlich nicht zuerst der Name irgendeiner Projektgesellschaft, sondern das Vereinswappen.

Auch die Vermarktung hat Grenzen. Sponsoring ist notwendig, aber die Fan-Welt darf nicht aussehen wie eine begehbare Werbepause. Schalke muss die Hoheit über sein Erscheinungsbild behalten.

Weitere Umbauten müssen einer erkennbaren Strategie folgen

Berichten zufolge soll die Fan-Welt nicht das einzige Projekt auf dem Vereinsgelände bleiben. Das ist grundsätzlich erfreulich. Die Arena wurde 2001 eröffnet und muss laufend modernisiert werden. Trainingsflächen, Nachwuchsbereich, Geschäftsstelle, Hospitality, digitale Infrastruktur und Besucherangebote sollten zusammen gedacht werden.

Dabei gilt jedoch: Erst rechnen, dann bauen. Schalke darf nicht wieder den Fehler machen, sportliche Hoffnungen bereits als sichere Einnahmen der Zukunft zu behandeln. Ein Aufstieg oder ein gutes Bundesligajahr ist keine Garantie für dauerhafte finanzielle Stabilität.

Neue Projekte sollten deshalb möglichst:

  • ohne neue unvertretbare Schulden auskommen
  • dauerhaft zusätzliche Einnahmen schaffen
  • auch unabhängig vom sportlichen Erfolg funktionieren
  • den Fans einen erkennbaren Mehrwert bieten
  • flexibel und schrittweise realisierbar sein
  • dem Verein langfristig Rechte und Kontrolle sichern

Das Container-Konzept könnte genau deshalb sinnvoll sein. Es ist modular und vermutlich leichter anpassbar als ein monumentaler Neubau. Sollte die Nachfrage steigen, kann erweitert werden. Sollte sich ein Teil des Konzepts nicht bewähren, muss nicht gleich ein halbes Stadion abgerissen werden.

Mein königsblaues Fazit

Als Schalke-Fan gefällt mir der Plan. Sehr sogar.

Eine Fan-Welt mit Biergarten, Fanshop, Public Viewing und Begegnungen mit Spielern passt zu diesem Verein. Schalke lebt von Nähe, Gemeinschaft und dem Gefühl, dass rund um ein Spiel etwas entsteht, das weit über Fußball hinausgeht.

Wenn ein externer Partner den Bau finanziert und Schalke dadurch kein zusätzliches finanzielles Risiko übernimmt, ist das zunächst einmal eine clevere Lösung. Der Verein kann neue Einnahmen erschließen, ohne dringend benötigtes Geld aus dem sportlichen Bereich abzuziehen.

Aber Schalke muss gut verhandeln. Das Vereinsgelände, die Marke und vor allem die Fans sind enorm wertvoll. Sie dürfen nicht zu günstig an einen Betreiber weitergereicht werden. Der Klub braucht eine angemessene Beteiligung, Einfluss auf Preise und Qualität sowie eine langfristig sichere Vertragsgestaltung.

Und dann kann es losgehen: Biergarten auf, Leinwand an, Fanshop voll und drei Punkte her.

Wobei wir Schalker realistisch bleiben sollten: Der Bau der Fan-Welt dürfte wahrscheinlich einfacher werden als ein entspannter 2:0-Heimsieg ohne Gegentor in der Nachspielzeit. Aber wenn uns jemand fragt, ob wir trotzdem kommen, lautet die Antwort natürlich wie immer:

Glück auf – wir sind schon unterwegs.

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