24. März 2017

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Schadenersatzzahlung für Vermittler der BWF Stiftung – Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth (10 O 3994/15)

Der Redaktion wurde Urteil vom 07. Dezember 2015 vorgelegt. In der Entscheidung des Landgerichts wurde einer Anlegerin der BWF Stiftung ein Schadenersatzanspruch gegen einen Vermittler der BWF Stiftung zugesprochen.
Die Anlegerin hatte sich als Rentnerin zuerst für Lebensversicherungen interessiert und war dann vom dem Anlagevermittler der BWF Stiftung (der u.a. angab ehemaliger Banker zu sein) auf die BWF Goldanlage aufmerksam gemacht worden. Sie zeichnete darauf hin einen Vertrag für zwei Jahre.
Nachdem die Anlegerin nach den zwei Jahren weder ihren vereinbarten Geldbetrag noch die Menge des Goldes erhalten hatte erhob diese Klage vor dem Landgericht und erhielt in der Sache vollständig Recht.
Gegen Kostenerstattung können es Interessierte bei dem Landgericht Nürnberg-Fürth abfordern. Faxnummer 0911 321-2019

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17 Kommentare

  1. Ibo

    Was vielleicht auch interessant für die Anleger wäre, in wie weit die Vermögensschadenhaftpflicht der Vermittler greift bei den „gewonnenen“ Fällen?

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  2. Markus

    Was nützt ein Urteil gegen einen Vermittler, wenn dieser höchstwahrscheinlich nicht zahlen kann, vor allem dann, wenn er mehrere Klagen verliert. Nutznießer ist letztendlich immer der Anwalt und der Kläger bleibt
    außerdem auf seinen Anwaltskosten sitzen. Also eine keikle Angelegenheit. Im übrigen sind die BWF-Vermittler selbst betrogen worden.

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    1. Thorsten

      Herr Markus,

      ich glaube dann sollte der Berater/Vermittler zu Beginn genauestens prüfen ob dieses oder jenes Produkt unbedingt vermittelt werden muss. Ich glaube hier ist ja auch nie wenig an Provision geflossen. Ich kann im Nachhinein als Berater nicht einfach sagen „ich hab das selber nicht gewusst“. Und aus. Das geht nicht.
      Da fällt mir sofort ein anderes Beispiel ein, „Halebridge“, war auch im österr. TV in einer Bürgerforum Sendung. Dass eine Beraterin eigtl. gar nicht so genau weiß, was sie da eigtl. vermittelt, das geht einfach nicht!! Ist doch grob fahrlässig so etwas!

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  3. waneta

    Bevor sich hier so eine Art Goldgröberstimmung bezüglich des Urteils breitmacht, hier mal ein paar unbequeme Wahrheiten. Nehmen wir mal den typischen Vermittler mit Namen Mustermann. Unser Mustermann fährt keinen Porsche oder Benz, nein, denn er gehört zu den statistisch mehr als 90 % der Vermittler,Makler und Versicherungsvertreter, die gerade so über die Runden kommen und weniger verdienen als den Mindestlohn. Nehmen wir mal weiter an, Vermittler Mustermann hat nur an 15 Kunden das Produkt der BWF vermittelt, also ein fauler Vermittler. Nehmen wir weiter an, die Summe pro Kunde betrug durchschnittlich 10.000 €, also nicht gerade viel. Diese 15 Kunden verklagen nun den Mustermann auf….Moment, 15 mal 10.000 €, genau 150.000 € Schadensersatz.Glaubt hier einer, der kann das zahlen??? Mustermann meldet Privatinsolvenz an und das wars. Ende.Die Vermittler verklagen, ist so ziemlich das dümmste was man machen kann. Für geldgeile Anwälte natürlich das einfachste. Clevere Anleger versuchen eine Vereinbarung mit Mustermann zu treffen.

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    1. derPrüfer

      Richtig! Nur ein Hinweis: Da viele Menschen zunächst grundsätzlich uneinsichtig sind, hilft nicht selten der Hinweis auf eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung. Bei mir war dieses Vorgehen zumindest erfolgreich.

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  4. Niki

    Zitat: „Eine Anlegerschutzkanzlei erwirkt Schadensersatz von einem BWF-Vermittler. Der Vermittleranwalt Nikolaus Sochurek geht aber in Berufung und rechtskräftig ist das Urteil auch noch nicht.“
    Es wird erst interessant, wenn das Berufungsverfahren durch ist!

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  5. Fritz

    Es wurden sage und schreibe € 12.241.875,15 allein an Provisionszahlungen an Vermittler geleistet. Unfassbar!!! Hier muss doch jedem Vermittler aufgefallen sein, dass an dieses „System“ etwas nicht passt.

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      1. derPrüfer

        Ich frage mich seit längerer Zeit, was viele der „Experten“ eigentlich auszeichnet. „Das war für mich nicht ersichtlich“ ist eine Aussage, die immer wieder vorgebracht wird. Ganz offensichtlich urteilen hier viele Gerichte so, dass der wirkliche Fachmann vieles hätte erkennen müssen, was für den Anleger (hier: Laie) undurchsichtig war. Mein Berater ist übrigens letztendlich auch dieser Auffassung gefolgt und hat sich entsprechend verhalten!

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      2. Fritz

        Hallo Bernd!
        Durchaus möglich, dass Sie NUR 5 % bekommen haben.
        Ich denke Sie haben dann aber auch nicht direkt mit der BWF verhandelt bzw. abgeschlossen, sondern über einen Dritten.
        Fragen Sie den doch mal, was er mit seinen ca. 15 % Provisionsanteil gemacht hat. Der ist nämlich der wahre „Gewinner“ dabei. Er hat kein Geld verloren, sondern nur welches bekommen. Er muss sich auch nicht mit den geprellten Kunden ärgern, er kennt Sie ja nicht mal.

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      3. Simon

        @ Bernd
        5% Provision, gerechnet von welchem Betrag?
        Ich war bei EVVE Kunde, mein Berater hat zu Beginn ca. 8,5% Provision bekommen, hochgerechnet jetzt auf die Sparsumme welche in 10Jahren hätte zusammen kommen sollen, wo aber nach 4,5 Jahren dann die Insolvenz dazw. kam.

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    1. sailer

      Das stimmt so nicht – die normalen Vermittler haben lediglich nachweislich 5 % bis 7 % bekommen. Die oberen kriminellen Strukturen in Berlin direkt bei der BWF Stiftung haben die Differenz zu insgesamt 20 % bekommen – das war für normale Vermittler nicht erkennbar.

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  6. sailer

    Aktuell entwickelt sich der Goldpreis sehr gut – ich hoffe, das echte Gold der BWF Stiftung wurde noch nicht verkauft !

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  7. derPrüfer

    Das Urteil kommt für mich nicht überraschend! In diese Richtung gehen nämlich inzwischen auch meine Erfahrungen.

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