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El Salvador knackt den Jackpot – nur leider den falschen

jorono (CC0), Pixabay
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In El Salvador herrscht Feierlaune: Die Marine hat bei zwei Einsätzen im Pazifik satte 6,68 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Marktwert? Rund 167 Millionen Dollar. Präsident Nayib Bukele spricht bereits vom „schwersten Schlag gegen den Drogenhandel“ in der Geschichte des Landes.

Anders gesagt: Während andere Staaten stolz neue Industrieparks eröffnen, präsentiert El Salvador seine neueste Großlieferung – allerdings mit dem kleinen Hinweis: „Nicht zum Weiterverkauf bestimmt.“

Die Bilanz der Aktion liest sich beeindruckend:

  • 6,68 Tonnen Kokain beschlagnahmt ✔️
  • Sechs mutmaßliche Schmuggler festgenommen ✔️
  • Rekordfund erzielt ✔️
  • Sämtliche Kartelle gleichzeitig nervös gemacht ✔️

Besonders bemerkenswert: El Salvador baut selbst kaum Kokain an. Das Land ist vielmehr so etwas wie die Autobahnauffahrt des internationalen Drogenschmuggels. Südamerika liefert, Nordamerika bestellt – und irgendwo dazwischen versuchen Schmuggler, möglichst unauffällig mehrere Tonnen Kokain durch den Pazifik zu transportieren.

Das Problem dabei: Mehrere Tonnen Kokain sind ungefähr so unauffällig wie ein Kreuzfahrtschiff auf einem Dorfteich.

Präsident Bukele konnte sich den Triumph natürlich nicht verkneifen. Seit Jahresbeginn wurden bereits rund 13 Tonnen Kokain sichergestellt. Rein statistisch betrachtet könnte man fast meinen, die Schmuggler hätten versehentlich ein Bonusprogramm eingerichtet:

„Sammle zehn Tonnen und erhalte eine kostenlose Festnahme dazu.“

Für die Marine war die Mission jedenfalls ein voller Erfolg. Eigentlich wollten die Beamten nach Drogenschmugglern suchen – und fanden gleich einen schwimmenden Millionenbetrag.

Die wohl bitterste Erkenntnis für die Kartelle:

Während andere Investoren auf fallende Börsenkurse schauen, beobachten sie inzwischen offenbar nervös die Radarbildschirme der salvadorianischen Marine.

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