Manche Menschen finden beim Frühjahrsputz alte Fotos. Die französische Polizei findet bei einer Drogenrazzia gleich einen echten Picasso.
Eigentlich wollten die Ermittler in einem Vorort von Paris nach Drogen, Geld und anderen verdächtigen Dingen suchen. Die Bilanz der Hausdurchsuchung liest sich nun wie die Einkaufsliste eines sehr verwirrten Kunstsammlers:
- Haschisch ✔️
- Luxuskleidung ✔️
- Bargeld ✔️
- Ein echter Picasso ✔️
Irgendwann dürfte selbst die Polizei kurz gestutzt haben.
„Chef, wir haben Drogen gefunden.“
„Gut.“
„Außerdem mehrere Tausend Euro Bargeld.“
„Auch gut.“
„Und einen Picasso.“
„Moment, was?!“
Während Kunsthistoriker jahrelang Archive durchforsten, genügte hier offenbar eine gewöhnliche Drogenrazzia, um auf ein Werk eines der berühmtesten Maler der Welt zu stoßen.
Welches Gemälde genau gefunden wurde, verraten die Behörden bislang nicht. Wahrscheinlich möchte man zunächst sicherstellen, dass nicht noch irgendwo zwischen dem Wohnzimmerregal und dem Kleiderschrank ein verlorener Van Gogh auftaucht.
Besonders kurios: Der Fund wirft nun eine Reihe neuer Fragen auf.
Warum hängt ein Picasso in einem mutmaßlichen Drogenversteck?
Wurde er als Wertanlage genutzt?
War er Pfand?
Oder lautete die Geschäftsidee etwa:
„Wir diversifizieren unser Portfolio – etwas Cannabis, etwas Bargeld und ein bisschen moderne Kunst.“
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Diebstahls und Hehlerei. Vier Verdächtige mussten bereits vor Gericht erscheinen.
Für die Polizei bleibt am Ende jedenfalls eine erfolgreiche Bilanz:
Man suchte Drogen.
Man fand Drogen.
Und ganz nebenbei entdeckte man noch ein Kunstwerk, für das manche Museen vermutlich jahrelang Schlange stehen würden.
So sieht wohl die französische Version eines Überraschungseis aus:
Drogen, Geld und Picasso – alles in einer Wohnung.
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