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Russland setzt Hyperschallrakete bei massivem Angriff auf Kiew ein

jorono (CC0), Pixabay
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Russland hat bei einem der schwersten Angriffe auf die Region rund um Kiew seit Beginn des Krieges erstmals erneut eine moderne Hyperschallrakete vom Typ „Oreschnik“ eingesetzt. Bei den nächtlichen Angriffen kamen mindestens vier Menschen ums Leben.

Nach Angaben der USA handelt es sich bei der „Oreschnik“ um eine Mittelstreckenrakete, die sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengköpfe tragen kann. Aufgrund ihrer extrem hohen Geschwindigkeit und Flugbahn gilt sie für die derzeitigen ukrainischen Luftabwehrsysteme nahezu als nicht abfangbar. Russland soll die Rakete erst zum dritten Mal eingesetzt haben.

Der ukrainische Präsident erklärte, die Rakete sei in der Nähe der Stadt Bila Zerkwa in der Zentralukraine eingeschlagen. Er sprach von einem gefährlichen Schritt Russlands und forderte internationale Konsequenzen.

Auch die Europäische Union reagierte alarmiert. Die EU-Außenbeauftragte bezeichnete den Einsatz der Rakete als politische Einschüchterung und warnte vor einer gefährlichen Eskalation mit nuklearen Drohkulissen.

Einer der größten Angriffe seit Kriegsbeginn

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland in der Nacht insgesamt:

  • 600 Drohnen
  • und 90 Raketen
    auf Ziele in der Ukraine ab.

Die Luftabwehr habe zwar einen Großteil der Geschosse abgefangen, dennoch sei Kiew besonders schwer getroffen worden. Die Hauptstadt galt laut ukrainischer Regierung als Hauptziel der Angriffe.

Mehrere Explosionen erschütterten die Stadt in den frühen Morgenstunden. Bewohner suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und Kellern. Augenzeugen beschrieben die Nacht als „Horror“.

Eine 62-jährige Einwohnerin berichtete, sie habe über Stunden Explosionen und Flugkörper über der Stadt gesehen. Viele Menschen hätten aus Angst die Nacht in Schutzräumen verbracht.

Russland spricht von Vergeltung

Der massive Angriff erfolgte kurz nachdem der russische Präsident Vergeltung für einen ukrainischen Angriff auf russisch kontrolliertes Gebiet angekündigt hatte.

Moskau wirft der Ukraine vor, ein Wohnheim in der besetzten Stadt Starobilsk im Gebiet Luhansk mit Drohnen angegriffen zu haben. Russische Behörden sprechen inzwischen von 18 getöteten Kindern. Mehrere Menschen sollen noch unter den Trümmern eingeschlossen sein.

Die Ukraine weist diese Darstellung zurück. Nach Angaben des ukrainischen Militärs seien ausschließlich militärische Ziele angegriffen worden.

Demnach habe sich unter den getroffenen Objekten ein Hauptquartier der russischen Eliteeinheit „Rubicon“ befunden. Die Einheit gilt als wichtiges Zentrum für moderne Drohnen- und Angriffstechnologien Russlands.

Sorge vor weiterer Eskalation

Der Einsatz der Hyperschallrakete sorgt international für große Besorgnis. Experten sehen darin nicht nur eine militärische Botschaft, sondern auch ein politisches Signal an den Westen.

Die Rakete gilt wegen ihrer Geschwindigkeit als besonders schwer abwehrbar. Gleichzeitig kann sie theoretisch auch nuklear bestückt werden — auch wenn die Ukraine angibt, dass bei diesem Angriff lediglich ein Attrappensprengkopf verwendet worden sei.

Die neuen Angriffe zeigen erneut, wie stark sich der Krieg zunehmend technologisiert und eskaliert. Während die Fronten weitgehend festgefahren bleiben, setzen beide Seiten verstärkt auf Drohnen, Raketen und Angriffe auf strategische Infrastruktur.

Für die Menschen in Kiew bedeutete die Nacht vor allem eines:
Sirenen, Explosionen und die Angst vor dem nächsten Einschlag.

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