17 Sekunden. Mehr brauchte Ronda Rousey offenbar nicht, um der MMA-Welt zu zeigen: „Ja, ich könnte noch – wenn ich wollte.“
Beim Comeback gegen Gina Carano gewann die frühere UFC-Ikone blitzschnell und ließ danach direkt die große Frage im Raum stehen: War das jetzt wirklich nur ein einmaliger Nostalgie-Ausflug?
Ein Kampf kürzer als manche Werbungspause
Wer gehofft hatte, Rousey würde sich durch mehrere harte Runden prügeln, kassierte stattdessen eine Art sportlichen Kurzfilm. Kein großes Drama, kein Blutbad, kaum Schweiß – einmal angesetzt, Aufgabe, Feierabend.
Während Fans noch ihre Snacks sortierten, war der Kampf praktisch schon vorbei.
„Whatever she wants“
Der Veranstalter Most Valuable Promotion zeigte sich anschließend maximal begeistert. Firmenchef Nakisa Bidarian machte klar: Wenn Rousey weitermachen will, stehen ihr alle Türen offen.
Und natürlich schossen sofort die Fantasien durch die MMA-Welt:
- Revanche gegen Holly Holm
- Mega-Fight gegen Amanda Nunes
- Eskalation gegen Kayla Harrison
- Vielleicht sogar noch eine Miesha-Tate-Trilogie
Denn eines ist klar: Der Name Ronda Rousey verkauft immer noch hervorragend.
Rousey selbst klingt eher nach Familienplanung
Nur: Die Hauptperson selbst klang nach dem Kampf eher nicht wie jemand, der gerade eine große Rückkehr plant.
Rousey sprach lieber über ihre Familie, weitere Kinder und darüber, dass sie ihrem Mann offenbar versprochen habe, genau einen Kampf zu machen. Sie habe „nicht besser aufhören können“.
Mit anderen Worten: Einmal kurz vorbeischauen, alle erinnern, wer hier früher die Königin war – und dann wieder nach Hause.
Die MMA-Welt hätte gerne mehr Chaos gehabt
Einige Fans reagierten deshalb leicht enttäuscht. Viele hätten gerne gesehen, wie sich Rousey tatsächlich noch einmal unter Druck behauptet:
- Wie reagiert sie auf harte Treffer?
- Wie sieht ihre Kondition aus?
- Kann sie sich noch durch schwierige Situationen kämpfen?
All das blieb offen. Stattdessen gab es die sportliche Version eines nostalgischen Cameo-Auftritts.
Trotzdem bleibt Rousey eine Ausnahmefigur
Egal ob sie zurückkehrt oder nicht: Ronda Rousey bleibt eine der prägendsten Figuren der MMA-Geschichte. Sie machte Frauenkämpfe massentauglich, dominierte die UFC jahrelang und wurde weit über den Sport hinaus bekannt.
Und selbst zehn Jahre nach ihrem Rücktritt reicht offenbar ein einziger 17-Sekunden-Auftritt, um die gesamte Kampfsportwelt wieder in Aufregung zu versetzen.
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