RB Leipzig macht mit dieser Entscheidung genau das Richtige.
Wer eine Dauerkarte besitzt, sollte auch wirklich ins Stadion gehen — und nicht nur dann auftauchen, wenn:
- Bayern kommt,
- Dortmund anreist,
- Champions League läuft
- oder draußen 24 Grad und Sonnenschein sind.
Fußball lebt von Stimmung, Präsenz und Unterstützung.
Und nichts nervt mehr als halbleere Reihen trotz offiziell „ausverkauftem“ Stadion.
Genau deshalb ist es absolut nachvollziehbar, dass RB Leipzig jetzt konsequent durchgreift und rund 500 Fans mit insgesamt 700 Dauerkarten die Tickets entzieht, weil sie zu selten da waren.
Denn mal ehrlich:
Während tausende andere Fans auf der Warteliste stehen und gern regelmäßig ins Stadion würden, blockieren manche ihre Dauerkarte offenbar hauptsächlich als Sammlerstück oder Prestigeobjekt.
Eine Dauerkarte ist kein Dekorationsartikel.
Sie ist auch kein Wetter-Abo.
Wer wirklich Fan ist, unterstützt den Verein eben auch:
- bei Regen,
- bei Kälte,
- nach Niederlagen
- und gegen vermeintlich „unattraktive“ Gegner.
Gerade RB Leipzig bekommt seit Jahren ständig erzählt:
„Die haben keine echten Fans.“
„Da kommen nur Eventbesucher.“
„Da sitzen nur Erfolgsfans.“
Umso wichtiger ist es doch, genau solche Entwicklungen jetzt aktiv zu bekämpfen.
Und die Zahlen zeigen ja:
Die Maßnahmen funktionieren.
Die sogenannte No-Show-Rate wurde auf acht Prozent gesenkt — Bestwert der Bundesliga-Jahre von RB. Gleichzeitig stehen bereits 4000 Menschen auf der Warteliste für Dauerkarten.
Das bedeutet:
Es gibt genug Leute, die wirklich regelmäßig kommen wollen.
Natürlich kann jeder mal verhindert sein.
Familie, Arbeit, Krankheit — völlig normal.
Deshalb gibt es ja auch Zweitmarktbörsen und flexible Lösungen.
Aber wer nicht einmal zehn von 17 Heimspielen besucht, sollte sich vielleicht ehrlich fragen, warum er überhaupt eine Dauerkarte braucht.
Denn echte Fans misst man nicht daran,
wie laut sie online diskutieren,
sondern ob sie auch dann im Stadion stehen,
wenn es:
- nass,
- kalt,
- sportlich schwierig
- oder eben „nur“ Heidenheim statt Real Madrid ist.
RB Leipzig handelt deshalb absolut nachvollziehbar:
Lieber ein volleres Stadion mit Menschen, die wirklich Bock auf Fußball haben,
als tausende reservierte Plätze mit unsichtbaren „Fans“, die nur zu Topspielen auftauchen.
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