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RB Leipzig festigt Champions-League-Platz

jorono (CC0), Pixabay
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RB Leipzig hat im Rennen um die Königsklasse ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Sachsen gewannen das Topspiel bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 und bauten damit ihren Vorsprung im Kampf um die Champions-League-Ränge aus. Lange war die Partie offen, doch in der Schlussphase zeigte Leipzig mehr Klarheit, mehr Tempo – und die besseren Nerven.

Schon in der ersten Halbzeit wirkte die Mannschaft von Beginn an wacher. Leipzig presste früh, spielte zielstrebiger und kam zu den klareren Szenen. Frankfurt hielt zunächst dagegen, fand offensiv aber nur schwer Lösungen gegen die kompakte Ordnung der Gäste. Die erste große Möglichkeit gehörte zwar den Gastgebern, als Burkardt nach einem Vertikalball frei vor Vandevoordt auftauchte, seinen Abschluss jedoch zu zentral setzte. Es blieb eine der wenigen Szenen, in denen Leipzigs Defensive unsortiert wirkte.

Danach übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Diomande und Nusa sorgten über die Außenbahnen immer wieder für Unruhe, Frankfurt ließ vor allem im Rückzug zu viel Raum. Nach einer Reihe von Annäherungen fiel in der 27. Minute folgerichtig die Leipziger Führung: Diomande zog von links nach innen, legte sich den Ball auf den rechten Fuß und traf präzise ins rechte Eck. Ein schöner Treffer – und zugleich einer, den die Frankfurter Verteidigung kaum energisch genug verhinderte.

Die Eintracht brauchte eine Weile, um sich davon zu erholen, fand dann aber plötzlich doch ins Spiel zurück. In der 34. Minute setzte sich Kalimuendo auf der linken Seite gegen Klostermann durch und flankte an den zweiten Pfosten. Dort verunglückte Amaimouni-Echghouyab zwar der direkte Abschluss, doch genau daraus entstand die Vorlage für Hugo Larsson, der aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:1 traf. Frankfurt war damit zurück in der Partie, obwohl Leipzig bis dahin den gefälligeren Eindruck hinterlassen hatte.

Mit dem Remis ging es in die Pause, und das Ergebnis schmeichelte den Gastgebern eher. Frankfurt hatte sich den Ausgleich erarbeitet, Leipzig aber blieb über weite Strecken das aktivere Team.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst, dass Frankfurt den Schwung mitnehmen wollte. Højlund hatte kurz nach Wiederbeginn die große Chance auf die Führung, scheiterte aus aussichtsreicher Position aber an Vandevoordt, der stark reagierte. Auch den Nachschuss brachten die Hessen nicht im Tor unter. Es war die vielleicht wichtigste Szene der Partie: Statt selbst in Führung zu gehen, blieb Frankfurt im Gleichschritt mit einem Gegner, der geduldig auf seine nächste Gelegenheit wartete.

Und die kam. Leipzig wurde nach einer kurzen Drangphase der Gastgeber wieder zwingender, erspielte sich mehrere Abschlüsse und zwang Zetterer mehrfach zu Paraden. Gruda scheiterte ebenso am Frankfurter Keeper wie Seiwald per Kopf. Doch in der 70. Minute war auch Zetterer geschlagen: Nusa bekam auf der linken Halbspur den Ball, zog nach vorn und schloss aus der Distanz wuchtig ab. Der Schuss war nicht perfekt platziert, aber hart genug, um dem Frankfurter Torhüter durch die Hände zu rutschen. Das 2:1 hatte sich angekündigt.

Frankfurt versuchte zu antworten, erhöhte das Risiko und schob weiter nach vorn. Doch mit jedem Meter, den die Eintracht aufrückte, öffneten sich Räume für Leipzig. Die Gäste nutzten das konsequent. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Harder für die Entscheidung. Über Nusa kam der Ball in den Strafraum, der Däne schloss sofort mit links ab und traf flach durch die Beine von Zetterer zum 3:1. Es war ein Musterbeispiel dafür, wie kühl Leipzig in der Schlussphase agierte.

Ganz geschlagen war Frankfurt dennoch nicht. Knauff hatte noch eine gute Möglichkeit, sein Schuss rauschte gefährlich durch den Strafraum, Burkardt verpasste am langen Pfosten knapp. Kurz darauf bot sich Chaïbi nach einer gefühlvollen Flanke von Koch die nächste Gelegenheit, doch aus fünf Metern setzte er den Kopfball links vorbei. Es waren die letzten Frankfurter Hoffnungen – und sie gingen ungenutzt vorbei.

So blieb unter dem Strich ein verdienter Leipziger Auswärtssieg. Frankfurt hielt phasenweise ordentlich dagegen und hatte nach der Pause sogar die Chance, die Partie zu drehen. Doch insgesamt war Leipzig reifer, geradliniger und in den entscheidenden Momenten konsequenter. Im Kampf um die Champions League zählt genau das. Frankfurt hingegen muss sich nach dieser Niederlage wohl endgültig eingestehen, dass der Weg nach Europa deutlich steiniger geworden ist.

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