Beim Glasfaserausbau geht es um Milliarden – und offenbar auch um mehr als nur Technik. Laut Medienberichten stehen nun Geschäftsräume der Deutschen Telekom im Fokus von Ermittlungen. Der Vorwurf: Korruption.
Ermittler sollen zahlreiche Objekte durchsucht haben – darunter Firmenräume, Privatwohnungen und sogar Bankschließfächer. Im Zentrum steht ein hochrangiger Mitarbeiter des Konzerns. Ihm wird vorgeworfen, einem Bauunternehmer gegen eine sechsstellige Summe gezielt Aufträge verschafft zu haben.
Insgesamt richtet sich das Verfahren gegen rund zehn Personen. Die Liste der Vorwürfe ist brisant: Bestechung, Untreue und Geldwäsche. Sichergestellt wurden offenbar Datenträger und Mobiltelefone – Material, das nun ausgewertet wird und weitere Details ans Licht bringen könnte.
Ausgelöst wurde das Ganze offenbar durch einen anonymen Hinweis – ausgerechnet an eine Tochter der Telekom selbst. Diese leitete die Informationen an die Behörden weiter, die daraufhin die Ermittlungen aufnahmen.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau, hält sich bei konkreten Namen jedoch bedeckt. Und die Deutsche Telekom? Schweigt bislang.
Gerade in einem sensiblen Bereich wie dem Ausbau der digitalen Infrastruktur wiegt ein solcher Verdacht schwer. Der Glasfaserausbau gilt als Schlüsselprojekt für die Zukunft Deutschlands – umso größer ist das öffentliche Interesse an Transparenz.
Die entscheidende Frage bleibt daher: Wann äußert sich die Deutsche Telekom zu den Vorwürfen – und wie erklärt sie die Vorgänge im eigenen Haus?
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