22. Januar 2017

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1. Prozesstag im Unister Prozess

Dass bei diesem Verfahren mit „harten Bandagen“ gekämpft werden würde, das war sicherlich Jedem klar. Und genau das bestätigte sich dann auch am heutigen ersten Prozesstag vor der Strafkammer des Landgerichtes Leipzig, an dem die Staatsanwaltschaft lediglich 48 Seiten der Anklage verlesen konnte, über 900 stehen noch an.

Man muss kein Prophet sein, um sich vorstellen zu können, dass die jetzt angesetzten 18 Prozesstage nicht ausreichen werden, um den Prozess zu beenden, es sei denn, es gibt während des Prozesses eine Einigung zwischen Verteidigung und Anklage. Zumindest haben sich die Angeklagten wohl dazu bereit erklärt, zu einem späteren Zeitpunkt zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Einer hat sich allerdings schon heute bitter vor Gericht beklagt.

Daniel Kirchhof: „Das jetzige Verfahren ist seit Jahren für meine Familie und mich eine nahezu existenzbedrohende Belastung in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.“ Kirchhof erhofft sich seinerseits eine vollständige Entlastung. Interessant ist auch, wer Herrn Kirchhof vor Gericht als Verteidiger vertritt. Kirchhof wird von den Rechtsanwälten Ines Große und Arndt Hohnstädter vertreten. Hohnstädter kennt man in Leipzig vor allem als Legida-Frontmann. Hierauf angesprochen kommentierte dies Daniel Kirchhof folgendermaßen: „Herr Hohnstädter ist mein Pflichtverteidiger, ich kann mir keinen Anwalt für 200 bis 300 Euro Stundensatz leisten.“ Nun denn, man darf auf die nächsten Prozesstage gespannt sein.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lauten:

Es geht um das unerlaubte Betreiben von Versicherungsgeschäften, um Steuerhinterziehung und um den angeblichen Betrug an Zehntausenden Kunden. Die Ermittlungen gegen Unister begannen 2012, zwei Anklagen hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden verfasst.

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