Start Allgemeines PROService AG aus Vaduz und das Thema Transparenz zu den Goldgeschäften

PROService AG aus Vaduz und das Thema Transparenz zu den Goldgeschäften

0

Goldlager- und Liefergeschäft in der allgemeinen Krise?

Im Rahmen der Berichterstattung zum mutmaßlichen PIM Gold-Skandal hört man derzeit sehr viel aus Vermittlerkreisen, auch von Vermittlern, die PIM seit geraumer Zeit schon den Rücken gekehrt haben, jetzt aber wohl versuchen, aus dem mutmaßlichen Skandal einen eigenen Vorteil zu erzielen.

Man kann darüber denken, was man will, aber für uns war das auch Anlass dafür, einmal zu schauen, für welchen anderen Gold-Vertrieb man hier versucht, die Vertriebspartner zu gewinnen.

Hier gibt es zum Beispiel einen Vermittler, der dies wohl für das Unternehmen PRO Service AG aus Liechtenstein versucht. Ein Unternehmen, welches uns bekannt ist, aber zu dem es, das sei hier klar gesagt, bis zum heutigen Tage keinerlei Beschwerden von Kunden gab.

ProService AG

Interessenhalber schauten wir uns das Unternehmen dann aber doch einmal an, um uns auch von den Informationen her auf den aktuellen Stand zu bringen. Genau das haben wir dann in Bezug auf das Unternehmen ProService AG aus Vaduz probiert und haben dann Erstaunliches feststellen müssen, was wir dann aus Sicht der Anleger/ Kunden des Unternehmens doch sehr kritisch sehen. Vielleicht geht es Ihnen ja genauso wie uns.

Interessant für uns ist bei solchen Unternehmen natürlich die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Hierfür nehmen wir dann immer Einblick in die veröffentlichten Bilanzen des Unternehmens. In Deutschland ist das relativ einfach und kostengünstig über das Unternehmensregister.

In Liechtenstein muss man andere Wege gehen, um an solche veröffentlichten Bilanzen heranzukommen. Man kann diese online für 50 Schweizer Franken erwerben, wenn sie denn vorliegen. Ähnlich wie in Deutschland muss man auch in Liechtenstein 12 Monate nach Ablauf des Jahres eine aktuelle Bilanz hinterlegen.

Nun gibt es das Unternehmen ProService AG wohl seit dem Jahre 2009, also sollten doch dann mindestens 8 Bilanzen vorliegen, wenn man es auch mit dem eigenen Unternehmensanspruch nach Transparenz ernst nimmt. Nun, es gibt keine hinterlegte Bilanz im Liechtensteiner Handelsregister, die man abfordern kann.

Da waren wir dann doch „baff“, denn damit hatten wir nicht gerechnet. Nun haben wir uns dann schriftlich an das Amt für Justiz gewandt, um dort bezüglich der Bilanzen nachzufragen. Möglich, dass es da ja auch mal einen „Fehler vom Amt“ geben kann. War es aber nicht, denn wie uns das Amt für Justiz in einer E-Mail mitteilt, gibt es eben keine Bilanzen und es laufe ein sogenanntes Aufforderungsverfahren gegen das Unternehmen ProService AG.

Aufforderungsverfahren für eine Selbstverständlichkeit?

Gerade mit der aktuellen Erkenntnis aus dem Vorgang „PIM“ muss man natürlich hier solch intransparentes Verhalten kritisch sehen aus Sicht der Anleger. Natürlich haben wir dem Unternehmen eine Presseanfrage mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt, eine Antwort haben wir vom Unternehmen nicht bekommen.

Presseanfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Thomas Bremer vom Internetportal www.diebwertung.de  aus Leipzig. Meinen Presseausweis finden Sie im Impressum meiner Webseite. In den letzten Tagen gab es in Deutschland erneut Hinweise auf einen möglicherweise anstehenden Goldskandal. Daraus ergeben sich natürlich dann auch immer wieder grundsätzliche Fragen zu diesem Thema. Denen möchte ich nun einmal nachgehen, da ich weiß, das auch Sie ja in Deutschland tätig sind. Für Ihre Unterstützung recht herzlichen Dank!

  1. Ihr Unternehmen besteht unseren Recherchen nach seit dem Jahre 2009. Ist das richtig?
  2. Haben Sie als Unternehmen in der Vergangenheit auch mit Michael Turgut bzw. dessen Vertriebsorganisation im Bereich des Goldvertriebs zusammengearbeitet?
  3. Wie lange dauerte diese Zusammenarbeit?
  4. Bei Ihnen gibt es die Möglichkeit Gold zu erwerben oder einen Sparplan abzuschließen. Ist das so richtig?
  5. Wenn der Kunde Gold bei Ihnen kauft, kann er sich dieses ausliefern lassen, oder aber bei Ihnen dann zur Lagerung belassen. Ist das richtig?
  6. Unterstellt der Kunde belässt das Gold bei Ihnen zur Einlagerung, wie wird dies Dokumentiert und wie kann der Kunde sicher sein, das im Falle ihrer Insolvenz sein Gold für ihn noch vorhanden ist?
  7. Für den Fall das der Kunde bei Ihnen einen Goldsparplan abschließt, wie hoch sind die Abschlusskosten für den Vertrag und die laufenden Kosten?
  8. Ausweislich Ihrer Internetseite stellen Sie einen Vorteil heraus beim Kilogrammpreis bei Gold. Soweit verständlich, aber nicht jeder Kunde wird ja einen Kilogramm Gold kaufen, sondern eher weniger, insofern wie kann dann der von Ihnen dargestellte Preisvorteil trotzdem erzielt werden?
  9. Um welche Goldqualität handelt es sich bei Ihrem Goldangebot?
  10. Ist das LBMA zertifiziertes Gold?

Über Ihre Antworten freue ich mich bis Donnerstag den 12. September 2019 um 17 Uhr.

Guten Tag.

Zu meiner an Sie gestellten Presseanfrage bitte ich noch nachfolgende ergänzende Punkte zu beantworten.

  1. Ist es richtig das Sie seit dem Unternehmensbestehen keine Bilanzen des Unternehmens im Handelsregister hinterlegt haben?
  2. Wenn ja, warum nicht?
  3. Ist es richtig, das in diesem Vorgang derzeit ein Aufforderungsverfahren des Amtes für Justiz gegen das Unternehmen ProService AG läuft?

Diese Fragen bitte ich Sie mir bis zum gleichen gesetzten Termin zu beantworten. Für Ihre Unterstützung recht herzlichen Dank.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here