Jahrelang war die Seite im Netz – jetzt griffen die Behörden durch.
Die umstrittene Pornoplattform „Motherless“, auf der laut Ermittlern und Journalisten tausende Videos mutmaßlicher sexueller Gewalt kursierten, wurde von niederländischen Behörden abgeschaltet. Vorausgegangen waren massive internationale Proteste und eine CNN-Recherche über ein erschütterndes Online-Netzwerk aus Vergewaltigungsfantasien, heimlich gefilmten Übergriffen und mutmaßlich betäubten Frauen.
Besonders brisant: Viele der Videos zeigten offenbar Frauen, die bewusstlos waren oder sich offensichtlich nicht wehren konnten.
CNN hatte berichtet, dass auf der Plattform mehr als 20.000 sogenannte „Sleep“-Videos verfügbar gewesen seien – Aufnahmen, in denen Frauen mutmaßlich im Schlaf oder unter Drogeneinfluss sexuell missbraucht wurden.
Nutzer versahen die Clips mit Schlagworten wie „#passedout“, „#eyecheck“ oder schlicht „rape“.
Nach der Veröffentlichung der Recherche geriet vor allem der niederländische Serveranbieter NFOrce unter Druck. Die Firma hostete die Plattform über Server in den Niederlanden. Kurz darauf schalteten Behörden die Seite offenbar ab. Die niederländische Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen.
Die Plattform zählte zuletzt fast 82 Millionen Besucher im Monat. Besonders verstörend: Laut Analysen gehörten Kategorien wie „Inzest“ oder mutmaßliche Vergewaltigungsvideos zu den meistgeklickten Inhalten.
Kritiker werfen der Plattform seit Jahren vor, gezielt ein Geschäftsmodell mit sexualisierter Gewalt aufgebaut zu haben.
„Webseiten, die Gewalt gegen Frauen normalisieren, dürfen kein Geschäftsmodell sein“, erklärte die niederländische Organisation Offlimits.
Für Betroffene ist die Abschaltung ein wichtiger Erfolg – aber kein endgültiger Sieg.
Denn einmal veröffentlichte Videos verbreiten sich oft unkontrolliert weiter. Viele Inhalte tauchen auf anderen Plattformen oder in Telegram-Gruppen erneut auf.
Aktivistinnen warnen deshalb: Die Szene könnte jederzeit unter neuem Namen zurückkehren.
Schon jetzt erinnern Beobachter an den Fall der französischen Plattform „Coco“, über die Männer für Vergewaltigungen organisiert wurden. Nach Ermittlungen verschwand die Seite zunächst – und tauchte später unter neuem Namen wieder auf.
Auch bei „Motherless“ fürchten Experten genau dieses Szenario.
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