Startseite Allgemeines Pornoplattform „Motherless“ abgeschaltet – nach CNN-Enthüllungen über Gewaltvideos und Missbrauch
Allgemeines

Pornoplattform „Motherless“ abgeschaltet – nach CNN-Enthüllungen über Gewaltvideos und Missbrauch

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
Teilen

Jahrelang war die Seite im Netz – jetzt griffen die Behörden durch.

Die umstrittene Pornoplattform „Motherless“, auf der laut Ermittlern und Journalisten tausende Videos mutmaßlicher sexueller Gewalt kursierten, wurde von niederländischen Behörden abgeschaltet. Vorausgegangen waren massive internationale Proteste und eine CNN-Recherche über ein erschütterndes Online-Netzwerk aus Vergewaltigungsfantasien, heimlich gefilmten Übergriffen und mutmaßlich betäubten Frauen.

Besonders brisant: Viele der Videos zeigten offenbar Frauen, die bewusstlos waren oder sich offensichtlich nicht wehren konnten.

Videos mit Tags wie „rape“, „passedout“ und „eyecheck“

CNN hatte berichtet, dass auf der Plattform mehr als 20.000 sogenannte „Sleep“-Videos verfügbar gewesen seien – Aufnahmen, in denen Frauen mutmaßlich im Schlaf oder unter Drogeneinfluss sexuell missbraucht wurden.

Nutzer versahen die Clips mit Schlagworten wie „#passedout“, „#eyecheck“ oder schlicht „rape“.

Nach der Veröffentlichung der Recherche geriet vor allem der niederländische Serveranbieter NFOrce unter Druck. Die Firma hostete die Plattform über Server in den Niederlanden. Kurz darauf schalteten Behörden die Seite offenbar ab. Die niederländische Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen.

Millionen Klicks mit Gewaltfantasien

Die Plattform zählte zuletzt fast 82 Millionen Besucher im Monat. Besonders verstörend: Laut Analysen gehörten Kategorien wie „Inzest“ oder mutmaßliche Vergewaltigungsvideos zu den meistgeklickten Inhalten.

Kritiker werfen der Plattform seit Jahren vor, gezielt ein Geschäftsmodell mit sexualisierter Gewalt aufgebaut zu haben.

„Webseiten, die Gewalt gegen Frauen normalisieren, dürfen kein Geschäftsmodell sein“, erklärte die niederländische Organisation Offlimits.

Opfer kämpften jahrelang gegen die Plattform

Für Betroffene ist die Abschaltung ein wichtiger Erfolg – aber kein endgültiger Sieg.

Denn einmal veröffentlichte Videos verbreiten sich oft unkontrolliert weiter. Viele Inhalte tauchen auf anderen Plattformen oder in Telegram-Gruppen erneut auf.

Aktivistinnen warnen deshalb: Die Szene könnte jederzeit unter neuem Namen zurückkehren.

Schon jetzt erinnern Beobachter an den Fall der französischen Plattform „Coco“, über die Männer für Vergewaltigungen organisiert wurden. Nach Ermittlungen verschwand die Seite zunächst – und tauchte später unter neuem Namen wieder auf.

Auch bei „Motherless“ fürchten Experten genau dieses Szenario.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Abnehmspritze

Die sogenannten GLP-1-Abnehmspritzen verändern längst nicht mehr nur Körpergewichte – sie verändern...

Allgemeines

Olympia und Kondome

Bei Olympischen Spielen gehören sie inzwischen fast so selbstverständlich zum Inventar wie...

Allgemeines

Leipzig bebt! Champions League klar gemacht – und jetzt her mit Real und Liverpool!

Was für ein Abend in Leipzig. Was für eine Erlösung. Was für...

Allgemeines

Bayer04 es muss sich was verändern

Was ist nur aus Bayer 04 Leverkusen geworden? Woche für Woche schauen...