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Polizeikosten bei Hochrisikospielen: „Wer randaliert, zahlt“ – oder doch nicht?

tanrıca (CC0), Pixabay
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Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Wenn Hooligans beim Fußball Randale machen, dürfen die Polizeikosten nicht mehr einfach bei den Steuerzahlern abgeladen werden – stattdessen müssen jetzt die Profiklubs zahlen. Endlich eine Lösung für das große Rätsel: „Wer bezahlt eigentlich für die 1.000 Polizisten, die das Chaos der letzten Samstagspartie beseitigen mussten?“ Spoiler: Es ist nicht mehr Tante Erna aus Buxtehude.

Schlagabtausch um Polizeikosten: Bremen war Vorreiter

Schon 2015 stellte das Land Bremen eine saftige Rechnung über 425.000 Euro für ein Hochrisikospiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) war „not amused“ und klagte. Aber nach jahrelangem Rechtsstreit – und wahrscheinlich ebenso hohen Anwaltskosten – hat das Bundesverfassungsgericht nun entschieden: „Ja, liebe DFL, ihr müsst zahlen.“

Die Ampelregelung für Fußballspiele: Rot bedeutet Ärger

In Rheinland-Pfalz hat man ein Ampelsystem für Spiele eingeführt. Spiele der Kategorie „Rot“ bedeuten: höchste Alarmstufe. Übersetzt heißt das: „Wir erwarten, dass Fans sich eher für Boxkämpfe auf der Straße als für das Spiel interessieren.“ Solche Hochrisikospiele kosten, und zwar nicht zu knapp – beim Klassiker 1. FC Kaiserslautern gegen Karlsruher SC lag die Rechnung im Februar 2024 bei knackigen 289.600 Euro.

Was sagt die DFL dazu?

Natürlich ist die DFL nicht begeistert. „Enttäuschend, aber wir akzeptieren das Urteil“, hieß es zähneknirschend. Anwalt Bernd Hoefer möchte lieber nicht spekulieren, was das nun für die Liga bedeutet. Watzke, Aufsichtsratsvorsitzender der DFL, hat jedoch klar gemacht: Ein bundesweiter „Solidartopf“ ist ausgeschlossen. „Warum sollte ein Klub aus Bayern für das Chaos beim Derby im Norden zahlen?“, so sinngemäß sein Kommentar. Fairerweise könnte man fragen: „Warum sollten alle Steuerzahler für Randale zahlen, die nur wenige verursachen?“

Fassungslosigkeit bei den Fans

Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ ist wenig begeistert und warnt vor einem gefährlichen Präzedenzfall: „Polizeiarbeit wird zur Dienstleistung!“ Heißt das jetzt, dass die Polizei bald wie ein Lieferservice funktioniert? „Einen Großeinsatz mit 50 Mann, bitte, und einmal Anti-Randale-Sauce dazu!“ Ironischerweise fordert das Bündnis, dass die Vereine mitreden dürfen, wie Polizeieinsätze geplant werden. Eine Art „Wir bestellen die Polizei, die wir uns leisten können“-Modell? Klingt revolutionär.

Fazit: Fußball und Finanzen – eine explosive Mischung

Eines ist klar: Dieses Urteil wird den Profifußball nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch beeinflussen. Vielleicht sollten die Vereine neben der Stadion-Wurst demnächst „Polizei-Token“ verkaufen, um die Kosten zu decken. Und wer weiß – vielleicht kommen wir irgendwann an den Punkt, wo Fans fragen: „Warum kosten meine Stadiontickets 300 Euro?“ Antwort: „Weil der Typ in Block B meinte, er müsse ein Bengalo zünden.“

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