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Pizza Speziale

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Wer in einer Pizzeria in der Düsseldorfer Altstadt die Pizza mit der Nummer 40 bestellte, bekam offenbar eine ganz besondere Zutat dazu. Denn neben dem knusprigen Teig und dem schmackhaften Belag fand sich in dem Karton manchmal auch ein kleines Päckchen Kokain. Wie die Ermittlungen nun zeigen, diente die Pizzeria über längere Zeit als Umschlagplatz für Drogen. Inzwischen sitzt der Gastronom in Untersuchungshaft, und vergangene Woche gelang es der Polizei, auch die mutmaßlichen Hintermänner des illegalen Geschäfts zu fassen.

Der Verdacht auf den ungewöhnlichen „Spezialservice“ kam erstmals im März dieses Jahres auf. Bei einer städtischen Gewerbekontrolle fielen den Beamten Unregelmäßigkeiten auf, die auf einen möglichen Drogenhandel hindeuteten. Kriminaldirektor Michael Graf von Moltke, der die Leitung der Ermittlungskommission übernahm, berichtete von verdächtigen Hinweisen aus der Pizzeria, die eine umfangreiche Überprüfung nach sich zogen.

Am 17. Oktober folgte dann eine großangelegte Razzia gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität, die sich über neun Städte in Nordrhein-Westfalen erstreckte. Rund 150 Einsatzkräfte, darunter auch Spezialeinheiten, durchsuchten 16 Objekte in Düsseldorf, Köln, Wuppertal und anderen umliegenden Städten. Die Bilanz des Einsatzes: drei Festnahmen, die Entdeckung zweier Drogenplantagen sowie die Beschlagnahmung von Uhren, Bargeld, einem Fahrzeug und mehreren Waffen.

Den Höhepunkt erreichten die Ermittlungen, als die Polizei die Wohnung des 36-jährigen Pizzeria-Betreibers durchsuchte. In einem verzweifelten Versuch, Beweise zu vernichten, warf der Verdächtige eine Tasche voller Kokain – rund 1,6 Kilogramm – aus dem Fenster. Die Tasche landete jedoch direkt in den Händen der wartenden Ermittler. Bei der Durchsuchung stießen die Beamten außerdem auf 268.000 Euro in bar, sorgfältig verstaut in den Wohnräumen.

Obwohl der Gastronom bislang nicht durch Drogendelikte auffällig geworden war, reichten die gesammelten Beweise schließlich aus, um ihn in Untersuchungshaft zu nehmen. Die Ermittlungen gegen die Drahtzieher im Hintergrund laufen weiter, während die einst beliebte Pizzeria nun endgültig ihre Türen schließen musste.

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